Eine Allianz für Nachhaltigkeit wurde am Rande des WEFs von verschiedenen CEOs und Verwaltungsratsmitgliedern gegründet.
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Eine Allianz für Nachhaltigkeit wurde am WEF gegründet. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Allianz mit dem Ziel Nachhaltigkeit in Unternehmen zu fördern wurde lanciert.
  • Am WEF haben sich CEOs und Verwaltungsratsmitglieder zusammengeschlossen.

21 Schweizer CEO und Verwaltungsratsmitglieder haben am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF) eine Allianz zur Nachhaltigkeit lanciert. Das Ziel sei es, zusammen Nachhaltigkeit in den Unternehmen zu fördern und die Umsetzung der Agenda 2030 zu beschleunigen.

«Das ist nicht eine weitere Initiative», sagte Mitbegründer André Hoffmann, Vizepräsident von Roche, bei einer Podiumsdiskussion anlässlich des Weltwirtschaftsforums (WEF). «Es ist ein grundlegender Weg», damit die Wirtschaft angesichts der Umweltzerstörung einen Beitrag leistet.

Angesichts der Corona-Pandemie, Krisen bei der Nahrungsmittelernte oder Konflikten müssten die Chefs und Verwaltungsräte aktiv werden, sagte er weiter. «Die Gründungsmitglieder dieser Allianz trafen die Entscheidung, vom Wettbewerb zur Zusammenarbeit überzugehen.» Der Basler Pharmakonzern ist der grösste Akteur unter den ersten assoziierten Unternehmen.

Nachhaltigkeit im Mittelpunkt

Alle Mitglieder der Allianz hätten dabei das gleiche Ziel: Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt ihrer Strategie und der Agenda ihrer Verwaltungsräte zu stellen. Bis Ende 2022 erhoffen sich die Initiatoren, rund 50 Unternehmen zu gewinnen, «die diese Ambitionen teilen.» Der andere Mitbegründer, Chef der Genfer Einheit B Lab Switzerland, Jonathan Normand, fügte hinzu: «Wir brauchen euch alle».

Dieser Ansatz stimme mit den Zielen des Bundes überein. Das stellte die Staatssekretärin für internationale Finanzfragen, Daniela Stoffel, bei der Veranstaltung in Davos fest. Ihr Mandat besteht darin, die Bedingungen für Schweizer Akteure zu erleichtern, die für das Gemeinwohl arbeiten. Die Finanzwelt sei voraus und die Schweiz habe viel zu diesem Thema zu sagen, fügte sie hinzu.

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Daniela Stoffel, Staatssekretärin für internationale Finanzangelegenheiten. - Keystone

Die Zusammenarbeit der Allianz beruht auf vier Verpflichtungen. Einerseits sollen Unternehmensvorstände in Nachhaltigkeitsthemen geschult werden. Weiter sollen deren treuhänderischen Pflichten erweitert werden. Die soziale und ökologische Verantwortung und die Berücksichtigung der Auswirkungen auf alle Teilhaber soll so gestärkt werden.

Die Allianz-Mitglieder verpflichten sich ausserdem, zu ihrer nachhaltigen Entwicklung beizutragen und sich jährlich zu treffen.

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