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UBS erwartet starkes Quartal trotz Regulierungssorgen

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Zürich,

Die UBS dürfte ein weiteres operativ starkes Quartal hinter sich haben – trotz weiter laufender CS-Integration. Unsicherheiten birgt die Diskussion über schärfere Kapitalvorschriften: Die Grossbank hat für die Zahlenvorlage zum ersten Quartal 2026 am kommenden Mittwoch weitere Aussagen zum jüngsten Bundesratsentscheid angekündigt.

UBS Quartal
Die UBS dürfte ein weiteres operativ starkes Quartal hinter sich haben. - keystone

Klar ist: Die UBS wird sich weiter vehement gegen die geplanten Kapitalmassnahmen wehren. Der Bundesrat bekräftigte vergangenen Mittwoch seine harte Linie bei der vollständigen Eigenkapitalunterlegung der Tochtergesellschaften – im von der UBS am stärksten bekämpften Punkt. Er verzichtet aber darauf, für latente Steueransprüche und Software eine vollständige Unterlegung mit hartem Kernkapital zu verlangen.

Bei diesen Verordnungsänderungen kann der Bundesrat ohne Parlament entscheiden. Finanzministerin Karin Keller-Sutter drohte bereits, auf diesen Verzicht zurückzukommen, sollte die Gesetzesvorlage zur Eigenkapitalunterlegung von ausländischen Töchtern vom Parlament nicht hinreichend umgesetzt werden. Der parlamentarische Prozess könnte bis ins nächste Jahr dauern.

Die UBS dürfte am Mittwoch erneut betonen, sich weiterhin aktiv in die Diskussion einbringen zu wollen. Der Bundesrat habe «aus unserer Sicht irreführende» Einschätzungen geliefert, hiess es vergangene Woche. Nach einer genauen Analyse werde man sich spätestens anlässlich der Ergebnisse zum ersten Quartal 2026 weiter dazu äussern.

Die Bank schätzt, dass mit den jetzt vorgelegten Beschlüssen zusätzliches Kernkapital (CET1) von rund 22 Milliarden US-Dollar benötigt würde, was zu einer harten Kapitalquote von 18,4 Prozent führen würde. Ende Dezember 2025 lag diese bei 14,4 Prozent. Rund 15 Milliarden zusätzliches Kapital braucht die UBS gemäss eigenen Angaben als Folge der CS-Übernahme bereits wegen bestehender regulatorischer Anforderungen. Insgesamt müsste sie ihren Berechnungen zufolge zusätzliches hartes Kernkapital in Höhe von etwa 37 Milliarden Dollar halten.

Gemäss Berechnungen des Bundesrats müsste die UBS dagegen wegen der neuen Vorschriften insgesamt rund 20 Milliarden an zusätzlichem harten Eigenkapital im Stammhaus aufbauen. Die effektive CET1-Kapitallücke würde laut dem Bundesrat dank der bereits heute guten Kapitalisierung der Grossbank dabei gar nur rund 9 Milliarden Dollar betragen. Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) etwa geht von einer Lücke von 13 Milliarden aus, was der Kantonalbank zufolge auf leicht abweichenden Annahmen beruhen dürfte.

Operativ dürfte die UBS derweil gut in das Geschäftsjahr 2026 gestartet sein. Analysten rechnen für das erste Quartal mit mehr Ertrag und deutlich mehr Gewinn im Vergleich zum Vorjahr. So schnitten etwa auch grosse US-Banken wie JPMorgan, Citigroup und Wells Fargo, die bereits Zahlen vorgelegt haben, über den Markterwartungen ab. Dabei brummte insbesondere das Handelsgeschäft, was auch für die grösste Schweizer Bank positiv sein dürfte.

Bei der CS-Integration hat die UBS Mitte März einen zentralen Meilenstein erreicht und die Migration der Schweizer Kunden der früheren Credit Suisse abgeschlossen. Nun können die alten CS-IT-Systeme abgeschaltet werden, und damit dürfte auch der Grossteil des Stellenabbaus losgehen.

Ende Dezember lag die Anzahl der Mitarbeitenden der gesamten Gruppe – gerechnet in Vollzeitstellen – bei gut 103'000. In Branchenkreisen wird damit gerechnet, dass es zum Schluss lediglich noch 80'000 sein könnten.

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