Franken

Stadt Zürich zahlt 480'000 Franken für Wiederherstellung von Wiese

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Die Stadt Zürich gibt 480'000 Franken für die Wiederherstellung einer Wiese aus. Der Bau von Schulraumprovisorien auf der Wiese für die Schulanlage Aemtler und Erdsonden ist juristisch blockiert. Die Stadt musste die Arbeiten unterbrechen.

Die Bauarbeiten für die Erdsondenbohrungen auf der Aemtlerwiese mussten wegen Rekursen unterbrochen werden. (Symbolbild)
Die Bauarbeiten für die Erdsondenbohrungen auf der Aemtlerwiese mussten wegen Rekursen unterbrochen werden. (Symbolbild) - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Der Rekurs einer Partei liege beim Verwaltungsgericht, teilte die Stadt Zürich am Montag mit. Solange das Verfahren nicht abgeschlossen sei, könne die Sanierung der Schulanlage Aemtler nicht gestartet werden. Die Vorinstanz, das Baurekursgericht, habe den Rekurs abgewiesen.

Das Erdsondenfeld, das unter der Aemtlerwiese entstehen sollte, ist für die geplanten Wärmepumpen notwendig. Der Rekurrent befürchtet, das Erdsondenfeld werde benachbarten Grundstücken Wärme entziehen. Zudem beanstandet er, dass der hohe Grundwasserspiegel dazu führen könnte, dass der Boden seitlich wegbricht.

Auf Bildern aus dem Herbst 2025 ist zu sehen, dass die Wiese bereits umgepflügt war. Nun müssen die Baugrube für die Erdsonden aufgefüllt, ein Rollrasen verlegt und die Baustelleninstallation rückgebaut werden, schreibt die Stadt. Am Mittwoch beginnt die Wiederherstellung. Ab den Sommerferien 2026 kann die Wiese im Kreis 3 voraussichtlich wieder genutzt werden.

Die Schulraumprovisorien sind auf der Wiese geplant. Während der Sanierung der Schulhäuser Aemtler A und B ist ein Betrieb in den Schulhäusern nicht möglich. Die Bauten stammen aus dem Jahr 1908. Voraussichtlich kostet die Sanierung rund 140 Millionen Franken. Unter anderem muss die Ölheizung ersetzt und der Betrieb für die Anforderungen an eine Tagesschule angepasst werden.

Wie die Stadt Zürich schreibt, besteht auch ein Rekursrisiko bei der Sanierung der Schulhäuser. Die gleiche Partei erwäge einen Rekurs. Das Ziel «Infrastruktur für die Tagesschule» verzögere sich so auf unbestimmte Zeit.

Einen Rekurs empfände die Stadt als «nicht nachvollziehbar», die Sanierung bedeute einen Mehrwert für das ganze Quartier. Woran sich der Rekurrent, der im Quartier wohnt, bei der Sanierung stört, bleibt offen.

Auch das Stadtzürcher Parlament sorgte für Schlagzeilen in Zusammenhang mit der Schulanlage. Es wies das Projekt im April 2025 an den Stadtrat zurück – ein seltener Vorgang bei Schulprojekten in Zürich.

Nicht die Sanierung war dabei das Problem, sondern unter anderem die provisorische Küche. Diese sollte 5 Millionen Franken kosten: Zu viel für alle Parteien ausser SP und Grüne. Der Stadtrat muss nun aufzeigen, welche Alternativen es für die Verpflegung der Schülerinnen und Schüler gibt.

Kommentare

User #3892 (nicht angemeldet)

1/3 der Schweizer wissen nicht wie sie monatlich ihre Rechnungen bezahlen sollen. Aber munter noch mehr Geld ausgeben was der arbeitenden Bevölkerung nicht nutzt

User #361 (nicht angemeldet)

Egal, es hat genug geld, passt!

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