UBS

    Tausende Arbeitsplätze bei der UBS in Gefahr

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Zürich,

    Nach der Übernahme der Credit Suisse baut die UBS massiv Stellen ab – allein 36'000 Jobs fielen seit 2023. Weitere 10'000 Jobs sind gefährdet.

    ubs
    Nach der CS-Übernahme strich die UBS 36'000 Stellen – weitere 10'000 könnten folgen. - keystone

    Die Integration der Credit Suisse kostet Tausende Mitarbeitende ihre Stelle. In drei Jahren verschwanden bereits über 36'000 Arbeitsplätze weltweit, wie das «SRF» berichtet.

    Die fusionierte Grossbank zählte Ende 2022 noch 156'100 Vollzeitstellen, aktuell sind es nur noch 119'589. Die nächste Abbauwelle steht kurz bevor.

    Geht die UBS beim Abbau der Stellen zu hart vor?

    Ende März verschickt die UBS sogenannte RIF-Briefe zur Kündigung aus strukturellen Gründen, berichtet «Cash». Betroffen sind hauptsächlich IT-Mitarbeitende und Backoffice-Personal.

    Schwerpunkt liegt auf IT und Operations

    Die Credit-Suisse-Systeme werden nach der Kundenmigration abgeschaltet. Das macht ganze IT-Teams überflüssig.

    Auch im Backoffice fallen Stellen weg, da Prozesse während der Übergangsphase doppelt geführt wurden. Die UBS bestätigt gegenüber der Nachrichtenagentur AWP weiterhin 3000 Entlassungen in der Schweiz bis Ende 2026, berichtet «Cash».

    Diese Zahl hatte Konzernchef Sergio Ermotti bereits kurz nach der Übernahme genannt. Der Stellenabbau erfolge «hauptsächlich durch natürliche Fluktuation, Frühpensionierungen und interne Mobilität», so die Bank.

    10'000 Jobs bis 2027 gefährdet

    Bankintern kursieren jedoch deutlich höhere Zahlen. Bis Anfang 2027 könnten weitere 10'000 Stellen verschwinden, berichtet «Finews» unter Berufung auf interne Quellen.

    UBS Credit Suisse
    Für die kommenden Quartale rechnet man bei UBS mit Kündigungsrunden von bis zu 2000 Mitarbeitenden. - keystone

    In den kommenden Quartalen seien Wellen von bis zu 2000 Kündigungen zu erwarten. Die Integration der Credit Suisse liegt mehrere Monate hinter dem ursprünglichen Zeitplan.

    Bisher wurden 85 Prozent der CS-Kunden erfolgreich migriert, berichtet das «SRF». Die komplexen Kundenbeziehungen fehlen jedoch noch.

    Kosteneffizienz bleibt Herausforderung für UBS

    Die UBS will ihre Kosten bis 2026 um 13 Milliarden Dollar senken. Davon wurden bereits 10 Milliarden oder 77 Prozent erreicht, wie «Finews» meldet.

    Vergleichbare Institute arbeiten deutlich effizienter, Morgan Stanley kommt etwa auf 67 Prozent, berichtet das «Handelsblatt». Die mangelnde Kosteneffizienz drückt auf den Aktienkurs der UBS.

    Die UBS hat bei externen Angestellten besonders stark gekürzt: Rund die Hälfte dieser Arbeitsverträge wurde aufgelöst, schreibt das «SRF». Derzeit arbeiten noch etwa 16'000 Personen als externe Mitarbeitende für die Grossbank.

    Kommentare

    User #6366 (nicht angemeldet)

    Die Bänke Busse haben ja genug Geld verdient da ist doch genug Geld auf dem Konto und die normale Mitarbeiter wo die Kündigung kriegen gehen dann früher oder später das Sozialamt das ist doch die tolle Schweiz wunderbar

    User #2650 (nicht angemeldet)

    Ermotti soll doch all seine teuren externen Berater auf die Strasse stellen, ohne die schafft er‘s ja nicht, und dafür KI einsetzen. Im Maschinenraum macht er es auch. Daraus resultieren fette Boni. Das ist doch das Ziel, wie bisher.

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