In den Handelsstreit zwischen den USA und China kommt offenbar wieder Bewegung: US-Präsident Donald Trump sagte am Montag am Rande des G7-Gipfels in Biarritz, Peking wolle eine «Rückkehr an den Verhandlungstisch».
Container aus China in Kalifornien
Container aus China in Kalifornien - AFP
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Das Wichtigste in Kürze

  • Peking betont Willen zur Lösung des Streits.

Eigentlich sollen am Sonntag neue Strafzölle in Kraft treten - erst in den vergangenen Tagen hatte sich der Streit nochmals verschärft. Die chinesische Währung sank deshalb am Montag auf einen neuen Tiefstand.

Trump sagte in Biarritz, Vertreter Chinas hätten angerufen und gesagt, sie wollten wieder verhandeln - «also verhandeln wir wieder». Die neuen Gespräche würden «sehr bald» beginnen, sagte der US-Präsident, ohne sich konkret festzulegen. Verhandlungen mit China bezeichnete er als «bedeutsamer denn je». Er gehe ausserdem davon aus, dass ein «Deal» herausspringen werde.

Erst am Freitag hatte Peking eine neue Runde von Strafzöllen auf US-Importe angekündigt, die in zwei Stufen Anfang September und Mitte Dezember eingeführt werden sollen. Das war eine Reaktion auf ähnliche Pläne der USA - ebenfalls zu diesen beiden Daten. Trump hatte auf den jüngsten Vorstoss aus China am Freitag noch erbost reagiert und US-Unternehmen angewiesen, unverzüglich nach Alternativen zum Handel mit China zu suchen.

Die chinesische Währung sank wegen des Konflikts auf einen neuen Tiefstand: Auf dem Festland stand der Yuan am Montag im asiatischen Handel bei 7,1481 zum Dollar, das war der schwächste Wert seit Anfang 2008 und ein Rückgang von 0,74 Prozent im Vergleich zum Börsenschluss am Freitagabend.

Die chinesische Währung wird von der Zentralbank des Landes reguliert, die jeden Tag einen neuen Wechselkurs festlegt. Ein schwächerer Yuan begünstigt chinesische Exporte und mildert die Folgen der Strafzölle ab. Seit über einem Jahr stecken die beiden weltgrössten Volkswirtschaften in ihrem Handelsstreit fest und überzogen sich seitdem mit immer neuen Strafzollrunden.

Ein Sprecher des chinesischen Aussenministeriums sagte am Montag auf eine Frage nach den neuen Gesprächen, er wisse nichts von der von Trump erwähnten Konversation. Verhandlungsführer Liu He liess zugleich verlauten, China sei daran interessiert, das Problem «ruhig durch Konsultationen und Kooperation» zu lösen. China habe kein Interesse an einer «Eskalation des Handelskriegs», das sei weder gut für China, noch für die USA, noch für die «Völker der Welt».

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