Swisscom-Gewinn schrumpft wegen Eingliederung von Vodafone Italia
Bei der Swisscom schlägt die grösste Akquisition der Firmengeschichte aufs Ergebnis durch. Wegen der Kosten für die Eingliederung der übernommenen Vodafone Italia sackte der Reingewinn des Schweizer Branchenprimus ab.

Der Reingewinn tauchte im vergangenen Jahr um 17,6 Prozent auf 1,27 Milliarden Franken, wie die Swisscom am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab. Das operative Ergebnis gab derweil weniger stark nach.
Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen nach Abzug der Leasingkosten (EBITDAaL) fiel auf 4,98 Milliarden Franken. Das ist ein Rückgang um 1,2 Prozent im Vergleich zu den Pro-Forma-Zahlen, wenn Vodafone Italia schon im Vorjahr zur Swisscom gehört hätte.
Neben den Kosten für die Integration der 8-Milliarden-Euro schweren Akquisition von Vodafone Italia lastete die weitere Erosion im Telekomgeschäft auf dem Betriebsergebnis. Zudem sorgte die Franken-Stärke für Gegenwind.
Ausserdem fielen Einmalkosten an. Zu konstanten Währungen und auf vergleichbarer Basis wäre der EBITDAaL sogar um 1,9 Prozent gesunken, hiess es.
Der Umsatz sank auf vergleichbarer Basis um 2,0 Prozent auf 15,05 Milliarden Franken. Hier wirkte sich die Euro-Schwäche aus, die dem Italien-Geschäft zu schaffen machte. Währungsbereinigt hätte das Minus nur 1,3 Prozent betragen.
Mit den Zahlen hat die Swisscom die Erwartungen der Finanzgemeinde beim Umsatz erfüllt und bei den Gewinnzahlen verfehlt.
Die Aktionäre sollen von der Riesenakquisition in Italien profitieren. Die Swisscom erhöht die Dividende auf 26 Franken von 22 Franken im Vorjahr. Das ist die erste Erhöhung seit 2010. Davon fliesst gut die Hälfte in die Bundeskasse.
Für das neue Jahr 2026 peilt die Swisscom einen Umsatz von 14,7 bis 14,9 Milliarden Franken an. Beim operativen Gewinn will die Swisscom 5,0 bis 5,1 Milliarden Franken erreichen.
Geplant sind ausserdem Investitionen von 3,0 bis 3,1 Milliarden Franken.








