Swiss: Rückenwind auf Asien-Strecken lässt nach
Zu Beginn des Iran-Kriegs hatte der Ausfall der konkurrierenden Airlines vom Persischen Golf bei der Swiss noch Rückenwind beschert. Dieser sorgte noch zu Beginn des zweiten Quartals für eine höhere Nachfrage auf den Strecken nach Asien.

«Mit der Rückkehr der entsprechenden Kapazitäten nahm dieser Rückenwind im Verlauf des Quartals jedoch wieder ab», teilte die Swiss am Dienstag in ihrem Halbjahres-Communiqué mit. Insgesamt war die Auslastung der Flugzeuge von Januar bis Ende im Schnitt um 2,2 Prozentpunkte höher als vor einem Jahr.
Dies hat auch damit zu tun, dass die Swiss weniger flog: Die Zahl der durchgeführten Flüge sank um 4,1 Prozent auf über 67'400. Die angebotenen Sitzkilometer (ASK) gingen um 0,8 Prozent zurück. Diese Kennzahl gilt als Leistungseinheit im Luftverkehr. Allerdings konnte die Swiss mehr Sitzkilometer verkaufen.
«Die Reiselust unserer Kundinnen und Kunden ist ungebrochen. Obwohl wir unser Angebot leicht verringert haben, konnten wir mehr Sitze verkaufen und unsere Flugzeuge noch besser auslasten», erklärte Finanzchef Dennis Weber.
Bei der Flotte kämpft die Swiss weiterhin mit hausgemachten Problemen. So steht eine Reihe von Flugzeuge der Europaflotte am Boden, weil Triebwerke oder Piloten fehlen. Um dennoch fliegen zu können, muss die Swiss Flugzeuge samt Besatzung von anderen Airlines mieten (im Fachjargon «Wetlease» genannt).
Immerhin gibt es Fortschritte: «Während man zu Jahresbeginn noch mit einem Rückgang der angebotenen Kapazität gerechnet hatte, geht die Swiss inzwischen davon aus, das Angebot im Gesamtjahr gegenüber 2025 stabil halten zu können», schrieb die Lufthansa-Tochter. Möglich werde dies unter anderem durch den gezielten Einsatz von Wetlease-Partnern sowie zusätzliche Massnahmen im Pilotentraining.
Im ersten Halbjahr 2026 habe die Swiss ihre operative Leistung trotz aller Turbulenzen auf dem Vorjahresniveau gehalten. Die politischen Krisen und die Häufung von Extremwettersituationen beeinflussten den Flugbetrieb und wirkten sich auf die operative Performance aus.
Zwar blieb die Pünktlichkeit mit 72,4 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Aber die Stabilität des Flugbetriebs lag mit 96,7 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert von 97,3 Prozent.










