Der US-Klimagesandte John Kerry und das Weltwirtschaftsforum (WEF) haben am Mittwoch in Davos eine Erweiterung ihrer Initiative für grüne Technologien angekündigt. Der Rückversicherer Swiss Re schloss sich der Initiative an.
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Das Logo der Rückversicherung Swiss Re vor einem Gebäude. - Keystone

«Derzeit ist dies die wichtigste öffentliche und private Initiative zur Dekarbonisierung», sagte Kerry am Mittwoch am Weltwirtschaftsforum vor den Medien.

Bei der Initiative geht es darum, dass die Nachfrage nach grünen Technologien erhöht wird, da sie noch zu tief ist. «Wir haben die Technologien, aber der Markt muss sie übernehmen», sagte Kerry in Davos.

Die von ihm initiierte Unternehmenskoalition wurde im November lanciert. Am Mittwoch schloss sich der Rückversicherer Swiss Re der Initiative an. Zudem gehört der Zürcher Zementhersteller LafargeHolcim der Unternehmenskoalition an.

Die mittlerweile etwas über 50 Unternehmen, die sich in der Initiative zusammengeschlossen haben, verpflichten sich, grüne Technologien zu kaufen. Es sei wichtig, dass sich die Unternehmen «auf der Nachfrageseite» engagierten, sagte Bill Gates an der Medienkonferenz in Davos.

Die Unternehmen vereinen etwa die Hälfte des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf sich. Kerry betonte, dass «wir noch nicht das tun, was wir gesagt haben». Er forderte mehr Investitionen. Schätzungen zufolge wird der Markt für grüne Technologien im nächsten Jahrzehnt auf über 50 Milliarden US-Dollar anwachsen.

Die Initiative des US-Gesandten und des WEF bezieht sich auf Bereiche, die zusammen etwa ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen ausmachen, darunter Zement und Luftfahrt. Nun soll sie auch auf CO2-Eliminierungstechnologien angewendet werden, in die Swiss Re Millionen von Franken investieren will.

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