Swatch will US-Zölle zurück
Erste Schweizer Firmen wollen zu viel bezahlte US-Zölle zurückfordern. So etwa der Uhrenkonzern Swatch. Viele Fragen sind aktuell aber noch offen.

«Unsere Tochtergesellschaft in den USA wird eine rückwirkende Rückerstattung der gezahlten Zuschläge beantragen», teilte Swatch am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP mit. Nicht zu allfälligen Rückforderungen äussern wollte sich Rolex.
Gegenüber der «NZZ» hatten am Wochenende mit Läderach und Breitling bereits zwei weitere namhafte Unternehmen erklärt, sie würden die gezahlten Zölle zurückfordern. Breitling-Chef Georges Kern sprach von «signifikanten Beträgen».
Laut den CH-Media-Zeitungen verfolgt auch der Skihersteller Stöckli die Absicht, Zollrückforderung gelten zu machen, ebenso der Computerzubehörhersteller Logitech, das Biotechnologieunternehmen Jungbunzlauer, die Uhrenfirma Sowind Group und der Luxusgüterkonzern CL International.
«Was die Chancen auf Rückforderungen und das notwendige Vorgehen betrifft, ist derzeit noch vieles offen», ordnete indes Noé Blancpain vom Industrieverband Swissmem auf Anfrage ein. Der Supreme Court habe die Frage der Rückforderung der Zölle nicht entschieden, sodass nun untergeordneten Instanzen darüber urteilen müssten.
Blancpain erläuterte, dass die Zölle technisch vom Importeur in den USA bezahlt worden seien – dies könne der Kunde selbst, eine Vertriebsfirma oder eine Tochterfirma des Schweizer Herstellers sein. Entsprechend müsse der Importeur die Rückforderungen stellen.
In der Praxis hätten Schweizer Industriefirmen in den meisten Fällen durch eine Preisanpassung einen Teil der Zollkosten übernommen. Deshalb müssten sie sich mit ihren Kunden einigen.










