Laut einer Studie der UBS wächst das Risiko einer Immobilienblase auf der ganzen Welt. Günstige Kredite und die Pandemie beeinflussen dies stark.
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In Grossstädten auf der ganzen Welt steigt das Risiko einer Immobilienblase. Foto: Hilal Özcan/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Blasenrisiko in der Immobilienbranche steigt laut einer Studie weltweit.
  • Dafür wurden 25 Grossstädte, darunter auch München und Zürich, untersucht.
  • Grund dafür seien die Coronapandemie und die Verfügbarkeit günstiger Kredite.

Das Risiko einer Immobilienblase wächst auf der ganzen Welt. Frankfurt am Main, Toronto und Hongkong weisen derzeit das höchste Risiko auf. Dies teilt die Schweizer Bank UBS am Mittwoch mit Bezug auf eine aktuelle Studie mit.

UBS analysierte 25 Grossstädte

Im Durchschnitt sei das Blasenrisiko in den 25 analysierten Grossstädten gestiegen. Auch das potenzielle Ausmass einer Preiskorrektur sei weiter gewachsen. Hohe Risiken bestehen demnach auch in München und Zürich.

«Die Coronapandemie hat viele Menschen in ihre eigenen vier Wände zurückgedrängt», erklärte Claudio Saputelli. Er ist der Vorstand für Immobilienwirtschaft bei der UBS. «Dies verstärkte die Bedeutung des Wohnraums und führte zu der grösseren Bereitschaft, höhere Preise für Wohnimmobilien zu zahlen.» Die Finanzierungsbedingungen hätten sich ausserdem weiter verbessert und höhere Sparquoten sowie boomende Aktienmärkte zusätzliches Eigenkapital freigesetzt.

Immobilienblase wegen günstigen Krediten

Das inflationsbereinigte Preiswachstum beschleunigte sich bei Wohneigentum von Mitte 2020 bis Mitte 2021 auf durchschnittlich sechs Prozent. Dies ist die höchste Preissteigerung seit 2014, wie UBS weiter erklärte. Die Eigenheimpreise stiegen dabei in allen analysierten Städten, mit vier Ausnahmen: Mailand, Paris, New York und San Francisco. Fünf Städte verzeichneten hingegen sogar ein zweistelliges Preiswachstum: Moskau, Stockholm sowie die Pazifikstädte Sydney, Tokio und Vancouver.

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Zwei Arbeiter auf einem Gerüst von einem Wohnungsrohbau auf einer Baustelle. Das Risiko einer Immobilienblase steigt auch wegen günstigen Krediten. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

Der Grund für die beständig steigenden Immobilienpreise liegt demnach auch in der Verfügbarkeit günstiger Kredite: Die Zunahme ausstehender Hypotheken habe sich in den vergangenen Jahren fast überall beschleunigt. Eine Verschärfung der Kreditvergabestandards könne den Preisboom deshalb abrupt stoppen, warnten die Experten.

Coronapandemie als Faktor für Immobilienblase

Ein weiterer Faktor, der zu niedrigeren Preisen führen könnte, ist die Coronapandemie. Das Leben in der Grossstadt hat während der Lockdowns an Attraktivität verloren. Zudem verlagerte sich die Wirtschaftstätigkeit teils in Randgebiete oder Satellitenstädte, erklärte UBS.

Damit einher ging eine bemerkenswerte Trendumkehr: Erstmals seit Beginn der neunziger Jahre stiegen die Immobilienpreise in nicht städtischen Gebieten schneller als in Städten.

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