Studie

    Studie: China streicht Bau von 15 Kohlekraftwerken im Ausland

    AFP
    AFP

    China,

    China hat 15 Kohlekraftwerke im Ausland nicht gebaut. Trotzdem könnten trotz Verzichtserklärung weitere 18 errichtet werden.

    Chinaq
    China verzichtet auf den Bau von 15 Kohlekraftwerken im Ausland. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Einer Studie zufolge verzichtete China auf den Bau weiterer Kohlekraftwerke im Ausland.
    • Trotz Verzichtserklärung könnten 18 Projekte realisiert werden.
    • Auf den Bau von 15 Projekten hat China bereits verzichtet.

    China hat einer Studie zufolge auf den Bau von Kohlekraftwerken im Ausland verzichtet - es gibt aber eine Grauzone. 18 weitere könnten trotz Verzichtserklärung trotzdem gebaut werden.

    15 Projekte seien in den vergangenen Monaten gestrichen worden. Das Forschungszentrum für Energie und saubere Luft (Crea) in Helsinki erklärte dies am Freitag. 18 weitere Projekte aber könnten auch weiterhin vorangetrieben werden.

    Chinas Präsident Xi Jinping hatte im September bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung Folgendes angekündigt: China werde im Kampf gegen die Erderwärmung keine Kohlekraftwerke mehr im Ausland zu bauen. Die Volksrepublik ist der grösste öffentliche Geldgeber für solche Kraftwerke; im September waren laut Crea 68 Projekte geplant.

    Klimafreundlichere Alternativen werden gefordert

    Die 15 Kraftwerke, die nun nicht gebaut werden, hätten 12,8 Gigawatt Strom produziert. Das ist so viel wie die Produktion von ganz Singapur, erklärten die Forscher. Den Ländern, in denen sie gebaut werden sollten, sei das Geld ausgegangen oder sie hätten umweltfreundlichere Alternativen verlangt. Vietnam und Bangladesch etwa hatten China in den vergangenen Monaten nach Regierungsangaben aufgefordert, Gas- statt Kohlekraftwerke zu bauen.

    Der Crea-Studie zufolge hat China für den Verzicht auf den Bau von Kohlekraftwerken im Ausland keine «klaren Regeln» erlassen. In bereits seit Jahren entstehenden Industriegebieten im Rahmen von Chinas Infrastruktur-Initiative «Neue Seidenstrasse» etwa könnten auch neue Kohlekraftwerke gebaut werden. «Sie würden nicht als neu angesehen», erläuterte Isabella Suarez von Crea.

    Die chinesische Planungs- und Entwicklungskommission hatte im März recht vage Richtlinien veröffentlicht: Bei Kohlekraftwerken im letzten Planungsstadium sei «vorsichtig vorzugehen». Diesen Richtlinien zufolge könnten 32 Projekte noch gestoppt werden. 36 Weitere, bei denen der Bau bereits begonnen hat, könnten «überdacht» werden, heisst es in der Crea-Studie. 18 Projekte seien allerdings bereits voll finanziert und genehmigt - «sie könnten verwirklicht werden», sagte Suarez.

    Bau von Kohlekraftwerken sichert Wirtschaftswachstum

    Die meisten dieser Projekte sind in Indonesien, mit Verbindung zum Abbau von Nickel und anderen Rohstoffen. Diese Rohstoffe sind für Elektroautos nötig sind und China hat Milliarden investiert.

    China selbst - der weltweit grösste Emittent von Treibhausgasen - investiert weiter in die Kohlekraft im eigenen Land. Das sichert Wirtschaftswachstum. Die Regierung hat allerdings angekündigt, noch vor dem Jahr 2030 die CO2-Emissionen zu reduzieren. Bis 2060 soll das Land CO2-neutral sein.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Klimaschäden
    Berlin
    4 Interaktionen
    In Deutschland

    MEHR IN NEWS

    Kerosin
    Mangel wegen Klima
    Hunger
    Millionen Betroffene
    Glück
    10 Interaktionen
    Neue Umfrage
    istanbul
    1 Interaktionen
    Schulen zu

    MEHR STUDIE

    Gender pay Cap
    184 Interaktionen
    Studie
    spritze
    52 Interaktionen
    Neue Studie zeigt
    Mund
    1 Interaktionen
    Laut Studie
    Autos stehen auf einer Strasse im Stau.
    16 Interaktionen
    Boston

    MEHR AUS CHINA

    ColorOS 17
    1 Interaktionen
    Rollout
    China Aussenhandel
    Aussenhandel
    Alexander Zverev Boris Becker
    11 Interaktionen
    Becker-Lob
    Carlos Alcaraz Alexander Zverev
    11 Interaktionen
    ATP-Tour