SBB

Stadler mit grossem Bedauern über SBB-Vergabe an Siemens

Keystone-SDA
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Weinfelden,

Stadler Rail bedauert den Entscheid der SBB, die Bestellung von 116 neuen Doppelstockzügen sowie einer Option auf 84 weitere an Siemens zu vergeben.

Stadler Rail
Stadler Rail verzeichnet weiterhin starke Nachfrage nach modernen Zuglösungen im internationalen Bahnverkehr. (Archivbild) - keystone

Stadler Rail nimmt mit grossem Bedauern den Entscheid der SBB zur Kenntnis, die Bestellung von 116 neuen Doppelstockzügen plus Option für 84 weitere Züge an den deutschen Zughersteller Siemens zu vergeben. Der Ostschweizer Konzern wird die Begründung der SBB sorgfältig analysieren.

Stadler wollte die Züge in der Schweiz bauen, gemeinsam mit über 200 Zuliefer-Betrieben aus dem ganzen Land, wie das Unternehmen am Freitag in einem Communiqué schrieb. Dadurch wären bis zu 80 Prozent der Wertschöpfung in der Schweiz geblieben. «Als Schweizer Unternehmen mit ausgewiesener Kompetenz im Bau von Doppelstockzügen mit höchster Zuverlässigkeit hätte Stadler eine wirtschaftlich und technologisch überzeugende Lösung geliefert.»

SBB-Auftrag: Stadler nur knapp hinter Siemens

Der Abstand zu Siemens ist offenbar klein: «Aufgrund der Bepunktung der SBB kann Stadler bestätigen, dass die effektive Preisdifferenz 0,6 Prozentpunkte beträgt – berechnet auf 176 Doppelstockzüge», schrieben die Ostschweizer.

Bei einem Auftragsvolumen von 2 Milliarden Franken, wäre dies eine Differenz von einer tiefen zweistelligen Millionensumme. «Die anderen Bewertungspunkte der SBB wird Stadler vertieft analysieren», erklärte ein Stadler-Sprecher.

Die Doppelstock-Züge von Stadler, die seit 2012 auf Zürcher S-Bahnnetz eingesetzt würden, zählten mit einer Verfügbarkeit von 99 Prozent zu den zuverlässigsten Zügen der SBB. «Dass wir trotz unseren im täglichen Einsatz der SBB bewährten und beliebten Fahrzeugen die SBB nicht mit der neuesten Technologie beliefern dürfen, ist für Stadler und unsere rund 6000 Mitarbeitenden in der Schweiz eine grosse Enttäuschung», erklärte Konzernchef Markus Bernsteiner.

Stadler bleibe auch nach diesem Entscheid der SBB stark verbunden mit dem Heimmarkt, hiess es. Die SBB hat noch drei weitere Grossbestellungen in Aussicht. So hatte Stadler-Chef Bernsteiner im August gesagt, man sei interessiert am SBB-Auftrag für bis zu 40 Hochgeschwindigkeitszüge, mit denen die SBB auf Strecken im Ausland fahren können.

Kommentare

User #4913 (nicht angemeldet)

Tja, willkommen in der von Ihnen so hochgepriesenen freien Marktwirtschaft, Herr Spuhler! Sie hatten ja in den letzten 15 Jahren keine Gelegenheit ausgelassen, medienwirksam vom Programm Ihrer Partei abzuweichen und freien Personenverkehr sowie die Annäherung an die EU anzustreben. Nun erhalten Sie halt mal die Quittung. Ihr Produkt ist entweder schlechter oder teurer als das der Konkurrenz; ändern Sie etwas oder finden Sie sich damit ab!

User #5267 (nicht angemeldet)

Für den BR gilt; Deutschland First. 🥂🥂🥂

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