Franken

SNB bleibt «bei Bedarf» erhöht handlungsbereit beim Franken

Keystone-SDA
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Zürich,

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihren derzeitigen Kurs am Donnerstag fortgesetzt und den Leitzins bei 0,00 Prozent belassen. Leicht angepasst hat sie dagegen ihre Bereitschaft, am Devisenmarkt zu intervenieren. Hier sind die Währungshüter neu «bei Bedarf» erhöht bereit einzugreifen.

Schweizerische Nationalbank (SNB)
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) (symbolbild) - keystone

Mit dem Ausbruch des Iran-Krieges hatte die SNB ihre Wortwahl erstmals angepasst. Seinerzeit steigerte sie sich von Devisenmarktinterventionen bei Bedarf auf eine erhöhte Bereitschaft zu solchen Eingriffen. In der aktuellen Lagebeurteilung nun ist das «bei Bedarf» zurückgekehrt. Eine genaue Erklärung gab SNB-Präsident Martin Schlegel auch dieses Mal nicht. Allerdings hob er hervor, dass die Zinsen in den grossen Währungsräumen zuletzt gestiegen seien, weil die Märkte aufgrund der höheren Inflation dort eine straffere Geldpolitik erwarten. «Mit der Ausweitung der Zinsdifferenzen zum Ausland hat der Franken etwas an Wert verloren», sagte Schlegel im Gespräch mit Journalisten.

Anders als bei der letzten Lagebeurteilung waren Negativzinsen bei der diesmaligen Medienkonferenz kein Thema. Allerdings hatten SNB-Chef Schlegel und seine Direktoriumsmitglieder in der Vergangenheit auch mit Nachdruck betont, dass die Hürden für Negativzinsen sehr hoch seien. Dass die SNB allerdings im Zweifel handeln würde, sollte die Preisstabilität in Gefahr sein, daran liess Schlegel auch dieses Mal keinen Zweifel.

Hierzu sagte der SNB-Chef: «Die Inflation ist seit Februar zwar klar gestiegen, im internationalen Vergleich ist sie aber immer nicht tief und liegt im Bereich der Preisstabilität.» Allerdings bleibe die Unsicherheit bezüglich der Inflations- und Wirtschaftsentwicklung auch weiterhin hoch. Der Anstieg der Teuerung sei hauptsächlich auf höhere Preise für Erdölprodukte zurückzuführen gewesen. «Die anderen Waren und Dienstleistungen trugen kaum zum Anstieg der Teuerung bei», so der oberste Währungshüter weiter. Laut Schlegel dürfte die Teuerung zwar in den nächsten Quartalen zunächst noch leicht zunehmen. «In der ersten Jahreshälfte 2027 dürfte sie dann aber wieder etwas zurückgehen.» Dieser Rückgang sei darauf zurückzuführen, dass die Auswirkungen der gestiegenen Energiepreise mit der Zeit nachlassen dürften.

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