Schweizer Metall-Zulieferer: US-Zollregeln sind Unsicherheitsfaktor
Schweizer Metall-Zulieferer haben sich besorgt über die angekündigten US-Zollregeln bei Stahl und Aluminium gezeigt. Sie erwarten vor allem mehr Unsicherheit und administrativen Aufwand.

Dies erklärte der Geschäftsführer des Verbands Schweizer Metall Zulieferer, Daniel Probst, der Nachrichtenagentur AWP am Samstag in einer Stellungnahme. «Für Schweizer Maschinenbauer dürften diese Änderungen mehr Komplexität, Unsicherheit und administrativen Aufwand bei Kalkulation, Deklaration und Lieferketten bedeuten», hielt Probst fest. Die genauen Auswirkungen würden stark von der Produktklassifizierung, den Materialanteilen und den individuellen Lieferketten abhängen.
Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) in Bern analysiert aktuell die Details von Trumps jüngster Zoll-Ankündigung. «Belastbare Einschätzungen zu Kosten oder operativen Anpassungen sind erst danach möglich», erklärte Probst weiter.
Der Branchenverband Swissmem zeigte sich ebenfalls zurückhaltend. Man habe die neuen Regeln noch nicht im Detail prüfen können und wolle zunächst die Einschätzung des Seco abwarten, erklärte der Verband.
US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstagabend deutlich verschärfte Zollregeln bei Stahl, Aluminium und teils Kupfer verkündet. Diese sollen bereits am Montag in Kraft treten. Sie könnten die Maschinenbauer in vielen Fällen stärker belasten als zuvor.
Neu werden die Zölle auf den gesamten Warenwert erhoben, nicht nur auf den Metallanteil. Zudem wird bei Stahl teils der US-Marktpreis als Berechnungsbasis verwendet, was die Abgaben zusätzlich erhöhen kann. Für Rohprodukte wie Bleche oder Coils gilt demnach neu ein Satz von 50 Prozent, für daraus gefertigte Teile 25 Prozent. Für bestimmte Industrieprodukte gilt vorübergehend ein Deckel von 15 Prozent bis Ende 2027. Produkte mit höchstens 15 Prozent Metallanteil bleiben ausgenommen.






