Die Ukraine-Krise sorgte für starke Auftaktverluste an der Schweizer Börse. Nun hat sie sich wieder erholt.
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Der SMI notiert tiefer. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Dienstagmorgen sank die Schweizer Börse wegen der Ukraine-Krise auf ein Jahrestief.
  • Inzwischen liegt der Leitindex SMi wieder leicht im Plus.

Die Schweizer Aktienbörse hat sich am Dienstag von den heftigen Auftaktverlusten wegen der Ukraine-Krise erholt. Am Nachmittag notiert der Leitindex SMI wieder leicht im Plus, nachdem er am Morgen auf einem neuen Jahrestief in den Handel gestartet ist.

Auch weitere wichtige europäische Aktienmärkte erholten sich bis am Nachmittag weitgehend von Einbussen im frühen Handel.

Die Märkte hätten den ersten Schrecken über den weiter eskalierten Konflikt zwischen Russland und der Ukraine verdaut und warteten nun die weitere Entwicklung ab, sagt ein Marktteilnehmer.

Nach der Anerkennung der beiden Separatistengebiete Luhansk und Donezk durch Russland gelte es nun die weiteren Entwicklungen wie etwa die Sanktionen des Westens und die russischen Reaktionen darauf zu beobachten.

Putin Präsident
Der russische Präsident Wladimir Putin spricht während einer Sitzung des Sicherheitsrates im Kreml. - SDA

Der SMI notiert gegen 15.30 Uhr 0,09 Prozent fester bei 11'903 Punkten, nachdem er kurz nach Handelsbeginn noch ein neues Jahrestief bei 11'688 Punkten erreicht hatte.

Moderat im Plus notieren auch die britische FTSE (+0,35%) und der französische CAC40 (+0,03%), während der deutsche Leitindex Dax (-0,15%) leicht schwächer tendiert. Die US-Märkte eröffneten allerdings schwächer, nachdem sie am Montag wegen eines Feiertags geschlossen waren.

Schweizer Markt wird von Roche gestützt

Der Schweizer Markt wird nicht zuletzt von Gewinnen des Pharma-Schwergewichts Roche (+1,0%) gestützt. Händler verweisen auf eine Kaufempfehlung durch die Analysten der Deutschen Bank. Auch Novartis (+0,2%) notieren im Plus, während die ebenfalls schwergewichtigen Nestlé-Titel (-0,9%) bremsen.

Dagegen leiden die Bankentitel unter den Kriegsängsten. Klare Abgaben verzeichnen etwa die Aktien des Vermögensverwalters Julius Bär (-1,4%) und der Grossbank UBS (-1,1%).

Die Titel der skandalgeplagten Grossbank Credit Suisse (-0,2% auf 8,01 Fr.) halten sich für einmal etwas besser und gewinnen die Marke von 8 Franken zurück, nachdem sie am Morgen noch ein neues Jahrestief bei 7,73 Franken erreicht haben.

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