Schweizer Börse wegen Grönland-Drohungen markant tiefer erwartet
An den Finanzmärkten sorgt Donald Trumps Grönland-Politik für hohe Nervosität. Für den Schweizer Aktienmarkt zeichnen sich am Montagmorgen in der Folge klare Eröffnungsverluste ab.

Laut den vorbörslichen Indikationen der Bank Julius Bär könnte der Swiss Market Index (SMI) rund 1,5 Prozent nachgeben. Damit würde der Leitindex den asiatischen Vorgaben folgen. Dort dominieren die Verluste.
Auslöser sind die Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber Grönland. Er drohte acht EU-Ländern mit Zöllen, sollten die USA nicht das arktische Gebiet komplett übernehmen und kontrollieren dürfen. Die europäischen Regierungschefs wiesen diese Forderungen als inakzeptabel zurück.
Damit sei die Unsicherheit zurück, kommentiert ein Händler. «Und wieder sind es US-Zolldrohungen, die die Märkte erschüttern.» Angesichts der bisherigen Reaktionen von EU-Seite bestehe das Potenzial für eine noch nie dagewesene Spirale aus Zöllen, Gegenzöllen und weiteren Massnahmen.
Auf eine Reaktion der US-Märkte müssen Investoren derweil bis zum morgigen Dienstag warten, da die Wall Street zum Wochenstart wegen des Martin-Luther-King-Feiertages geschlossen bleibt.
Mit den neuen Drohungen von Trump hatte bereits über das Wochenende eine Flucht in sichere Häfen eingesetzt. Die Preise für Gold und Silber bewegen sich auf Rekordniveau und auch der Schweizer Franken hat seit Freitagabend deutlich zugelegt.










