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Schweiz laut Studie wichtiger Standort für Zukunftstechnologien

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Zürich,

Die Schweiz hat sich laut einer Studie zu einem der wichtigsten Standorte für Zukunftstechnologien entwickelt. Das Land investiere im «Deep Tech»-Bereich pro Kopf mehr Risikokapital als alle anderen europäischen Länder.

Geburtsort vieler Schweizer Deep-Tech-Firmen: die Eidgenössiche Technische Hochschule in Zürich. (Archivbild)
Geburtsort vieler Schweizer Deep-Tech-Firmen: die Eidgenössiche Technische Hochschule in Zürich. (Archivbild) - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Die wertvollsten Unternehmen der Welt beruhten heute auf Rechenzentren, künstlicher Intelligenz und robotergestützter Automatisierung. Die Schweiz gehöre zu den wenigen Ländern weltweit, in denen Zukunftstechnologien an vorderster Front erforscht und vermarktet würden, heisst es in dem am Mittwoch publizierten «Swiss Deep Tech Report» des Verbands «Deep Tech Nation Switzerland» und der Venture-Firmen Founderful, Kickfund, Startupticker.ch und Dealroom.co.

Insgesamt werden laut den Zahlen rund 1470 US-Dollar pro Kopf der Bevölkerung in Deep Tech investiert. Übertroffen werde die Schweiz damit weltweit nur noch von Israel und von den USA. Seit 2015 habe sich das Investitionsvolumen auf 2,6 Milliarden Dollar verfünffacht. Vom gesamten Risikokapital flossen laut den Zahlen rund zwei Drittel (63 Prozent) des gesamten Risikokapitals in den «Deep Tech»-Bereich.

Eine zentrale Rolle spielen laut dem Report die hiesigen Hochschulen: So seien die ETH Zürich und die EPFL Lausanne Europas führende Hochschulen für neue Deep-Tech-Spin-offs. Sie setzen sich damit vor die britischen Universitäten von Oxford und Cambridge und die Technische Universität (TU) München.

Einer der Schwerpunkte bei den neuen Technologien in der Schweiz entfalle auf Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen. Eines von vier neu gegründeten Schweizer Deep Tech-Unternehmen sei in diesem Bereich tätig. Insgesamt weise die Schweiz sogar die weltweit höchste Dichte an KI-Forschenden auf, doppelt so hoch wie im Vereinigten Königreich und in den USA.

Schneller als in anderen Ländern entwickle sich zudem die Robotik: So habe die Schweiz seit 2020 pro Kopf 3,5-mal mehr risikokapitalfinanzierte Robotik-Start-ups hervorgebracht als die USA und fünfmal mehr als das Vereinigte Königreich.

Im Bereich der zukünftigen Computertechnologien – wie etwa Quantum Computing – zeichne sich für 2026 bereits ein Rekordjahr bei der Finanzierung ab. Die Schweiz verzeichne pro Kopf siebenmal mehr Patente als der europäische Durchschnitt, dies nicht zuletzt dank der hiesigen Mikroelektronik- und Hochpräzisionssensorik-Industrie, so die Studie.

Allerdings stammt das Risikokapital, das in die Schweizer Deep Tech-Branche fliesst, zu einem sehr grossen Teil nicht aus der Schweiz: Bei grösseren Technologie-Finanzierungen ab 100 Millionen Dollar komme das Kapital zu 88 Prozent aus dem Ausland – europaweit sind es 75 Prozent. Institutionelle Schweizer Investoren wie etwa Pensionskassen seien in der Wachstumsphase kaum vertreten.

Die Studie sieht die Schweiz aber auch als Teil eines europäischen «Deep Tech»-Clusters. Der sogenannte Alpine Tech Cluster – mit Zürich, Lausanne und Basel als Kernstandorten, ergänzt durch München – zähle über 1500 risikokapital-finanzierte Deep-Tech-Start-ups. Damit sei er neben dem Cluster London-Paris eine von nur zwei europäischen Regionen, die im globalen Vergleich wettbewerbsfähig seien.

Kommentare

User #4182 (nicht angemeldet)

Die Technologie ist stärker als die linke Ideologie. Wird sich auf jedenfall durchsetzen ansonsten ist die Schweiz weg vom Fenster. Den selben Fehler hat der Bund vor drei Jahren gemacht als die neuen Technologien ins rollen kam.

User #3944 (nicht angemeldet)

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