Schweiz fällt bei Geschlechtergleichheit zurück

    Keystone-SDA
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    Versoix,

    Die schwer erkämpften Fortschritte in Richtung Geschlechtergleichheit in Führungspositionen sind nach einem Bericht der Stiftung Weltwirtschaftsforum (WEF) in Gefahr. Die Zahl der Frauen in politischen Ämtern liege nach Jahren der positiven Entwicklung inzwischen wieder niedriger als 2006, heisst es im jährlichen WEF-Bericht über die Geschlechterkluft. Die Schweiz hat im internationalen Vergleich an Boden verloren und ist um zehn Plätze auf Rang 27 zurückgefallen.

    Gleichgeschlechtlich
    Die schwer erkämpften Fortschritte der Schweiz in Richtung Geschlechtergleichheit in Führungspositionen sind offenbar in Gefahr. - keystone

    Die Coronapandemie war nach WEF-Angaben eine Zäsur, danach habe es Rückschritte gegeben. Wenn das Tempo der Bemühungen nicht erhöht werde, dürfte es 120 Jahre dauern, bis Geschlechtergleichheit erreicht sei. «Gleichstellung ist eine Grundlage für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit, aber sie ist kein Selbstläufer», sagte WEF-Geschäftsführerin Saadia Zahidi. Eine neue Wirtschaft erfordere einen neuen Ansatz im Umgang mit Talenten.

    In einer Stichprobe von 39 Volkswirtschaften waren auf der Spitzenposition in Vorstand oder Geschäftsführung von Unternehmen nur rund 19 Prozent Frauen. Weltweit sei die Zahl der Ministerien in Frauenhand gesunken, und seit 2008 habe sich der Anteil der von Frauen geführten Ministerien, die als einflussreich gelten, nicht verändert. Er liege nur bei rund zehn Prozent.

    In der relativ neuen Industriebranche Künstliche Intelligenz seien Frauen in der Führungsetage und entlang der gesamten KI-Wertschöpfungskette noch stärker unterrepräsentiert als in anderen Branchen, so das WEF. Das gelte von der Infrastruktur über die Entwicklung von Basismodellen bis hin zu Anwendungen.

    Die Schweiz ist in der Rangliste der Geschlechtergleichheit um zehn Plätze auf Rang 27 zurückgefallen. Der entsprechende Wert sank auf 77,1 von 78,5 Prozent im Vorjahr. Besonders deutlich war der Rückgang bei der politischen Teilhabe: Hier fiel die Schweiz von Rang 16 auf Rang 23. Bei der wirtschaftlichen Teilhabe und den wirtschaftlichen Chancen verbesserte sie sich dagegen von Rang 58 auf 54.

    Unter den 97 Ländern, die seit Beginn der Erhebungen dabei sind, beziffert das WEF die Geschlechtergleichheit aktuell auf 69,4 Prozent. Island erreicht 93 Prozent und steht zum 17. Mal in Folge auf Platz 1, gefolgt von Finnland und Norwegen. Dahinter kommt Namibia, das vier Plätze gut gemacht hat, Grossbritannien, Neuseeland, Schweden und Australien, das fünf Plätze nach oben rutschte. Die USA sind um fünf Stellen auf Platz 47 zurückgefallen. Ein Wert von 100 Prozent wäre vollständige Gleichheit.

    Berücksichtigt für die Rangliste werden unter anderem Bildung, Gesundheit, die Chancen von Frauen auf Führungspositionen und politische Teilhabe. Das WEF hat sich insgesamt 145 Volkswirtschaften angeschaut.

    Kommentare

    User #3926 (nicht angemeldet)

    Es gibt keine Geschlechtergleicheit, die gängigen Modelle sind weiblich, männlich oder sonst was, sowie immer mehr geschlechtslose Maschinen, da kann keine Geschlechtergleichheit hergestellt werden!

    User #3293 (nicht angemeldet)

    Ich kann es nicht mehr hören. Da werden Statistiken so zurechtgebogen dass das gewünschte Resultat herauskommt. Und warum nur FRAUEN-Quoten? Und warum nur in Kaderpositionen? Es ist doch so etwas von Egal welches Geschlecht, Alter, Hautfarbe, Herkunft, sexuelle Orientierung z.B. (m)ein Herz-Chirurg hat, das kann auch ein asexuelles gelbes Einhorn sein... Hauptsache fähig den Job perfekt auszuführen.

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