Schweizer Händler dürfen in diesem Jahr zusätzlich tausend Tonnen Butter importieren. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat ein entsprechendes Gesuch der Branchenorganisation Milch gutgeheissen.
Die Butter
So war die Butter bisher deklariert. - zvg

Das Wichtigste in Kürze

  • Die zusätzliche Importmenge sei nötig, um die inländische Nachfrage bis Ende Jahr zu decken, schrieb das BLW am Donnerstag in einer Mitteilung.

Es habe daher das Zollkontingent für Butter zum dritten Mal in diesem Jahr erhöht. Die zusätzliche Importmenge werde versteigert.

Bisher gab das BLW im Jahr 2022 rund 4100 Tonnen Butter zum Import frei. Durchschnittlich beträgt die Nachfrage in der Schweiz über 40'000 Tonnen Butter pro Jahr. Der Importanteil beträgt somit in diesem Jahr rund zehn Prozent.

Butter-Importe seien vor allem nötig, weil ein Grossteil der Schweizer Milch zu Käse verarbeitet wird. Laut BLW stiegen zuletzt die Gesamtmilchmenge wie auch die Menge an Molkereimilch, die unter anderem für Butter verwendet wird. Dennoch rechne die Branche auch weiterhin mit einem Buttermanko. Die Importfreigabe werde diese Lücke zumindest zu einem grossen Teil überbrücken.