Chemie

Schwache Nachfrage im Automarkt prägt Geschäft der Ems-Chemie

Keystone-SDA
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Zürich,

Die Ems-Chemie publiziert kommenden Freitag die Resultate zum Geschäftsjahr 2025. Trotz neuer Kundenprojekte und Anwendungen dürfte es für das von der SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo Blocher geführte Unternehmen ein herausforderndes Jahr gewesen sein.

Ems-Chemie
Magdalena Martullo-Blocher, Präsidentin der Ems-Chemie, setzt auf profitables Wachstum trotz rückläufigem Umsatz. - SDA

Denn die Ems-Chemie kämpft seit Jahren schon mit einer anhaltenden Schwäche der globalen Automobilindustrie. Diese steht bei dem Unternehmen für gut sechs von zehn Umsatzfranken. Zusätzlich belastet der anhaltend starke Schweizer Franken, werden doch gut die Hälfte der Produktionsmengen in der Schweiz hergestellt.

«Metallersatz zu tieferen Kosten». Das ist das Geschäftsmodell der Ems-Chemie auf einen kurzen Nenner gebracht. Im Auto hat der Konzern mit seinen Kunststoffen unter anderem Metall in Pedalen, Sitz- und Türkomponenten sowie in zahlreichen Halterungen oder im Motorraum ersetzt. Das senkt Gewicht und Produktionskosten und trägt zu einem geringeren Energieverbrauch der Fahrzeuge bei.

Doch der globale Automarkt stockt seit geraumer Zeit, was sich dämpfend auf die Nachfrage nach technischen Kunststoffen auswirkt. Verunsicherte Konsumenten, hohe Preise und der schleppende Hochlauf der Elektromobilität führten gerade in Europa und Nordamerika zeitweise zu Produktionskürzungen. Dank einem stark spezialisierten Portfolio bleibt Ems zwar teilweise von den Auswirkungen verschont – ganz kann sich das Unternehmen dem Marktumfeld aber nicht entziehen.

Das Ems-Management gibt dem schwachen Automarkt bereits seit 2023 mit einer globalen Verkaufsoffensive Gegensteuer, um Neugeschäfte zu generieren. Und zwar mit neuen Anwendungen im Autobau, aber auch in anderen Bereichen. Ems-Kunststoffe kommen auch in Brillen, Skischuhen, Sportgeräten, Spielkonsolen oder in der Medizintechnik zum Einsatz.

Die Verkaufsoffensive ist zwar sehr erfolgreich, kann jedoch den Rückgang im Geschäft mit den Autobauern nicht ganz kaschieren. Denn die Autobranche kämpft mit Nachfrageproblemen, Margendruck und strukturellen Verschiebungen.

Einzelne Analysten gehen davon aus, dass sich die Autoproduktion auch in 2026 flach entwickeln dürfte. Das könnte der Ems-Chemie ein weiteres «Übergangsjahr» bescheren, so eine Studie.

Die Ems-Gruppe hat auf den Artikel reagiert und hält in einer Mitteilung fest, dass die globale Autoproduktion im Jahr 2025 um 3,2 Prozent gewachsen sei und für 2026 ein Wachstum von 1,8 Prozent erwartet werde. Und die Elektroauto-Produktion sei 2025 weltweit um 28 Prozent gewachsen. Als Quelle werden Erhebungen des Datenanalyseunternehmens GlobalData genannt.

Kommentare

User #6249 (nicht angemeldet)

Nun habt Ihr genügend schlechte Milch gegen Blochers ausgeschüttet! Schämt EUCH!

User #2280 (nicht angemeldet)

Ja, überall wird nachhaltiges Metall mit dreckigen Kunststoff ersetzt. Das merknich in meinem Merz in der Mittelkonsole. Bei den verchromten Teilen splittert das "Metall" ab, darunter kommt der Kunststoff hervor. Andernorts im Wagen wird der Kunststoff spröde, Katastrophe. Hoffen wir, dass nicht die EMS der Lieferant war.

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