Chemie

    Schwache Nachfrage im Automarkt prägt Geschäft der Ems-Chemie

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Die Ems-Chemie publiziert kommenden Freitag die Resultate zum Geschäftsjahr 2025. Trotz neuer Kundenprojekte und Anwendungen dürfte es für das von der SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo Blocher geführte Unternehmen ein herausforderndes Jahr gewesen sein.

    Ems-Chemie
    EMS-Logo an einer Medienkonferenz in Zürich am Freitag, 10. Februar 2017. - keystone

    Denn die Ems-Chemie kämpft seit Jahren schon mit einer anhaltenden Schwäche der globalen Automobilindustrie. Diese steht bei dem Unternehmen für gut sechs von zehn Umsatzfranken. Zusätzlich belastet der anhaltend starke Schweizer Franken, werden doch gut die Hälfte der Produktionsmengen in der Schweiz hergestellt.

    «Metallersatz zu tieferen Kosten». Das ist das Geschäftsmodell der Ems-Chemie auf einen kurzen Nenner gebracht. Im Auto hat der Konzern mit seinen Kunststoffen unter anderem Metall in Pedalen, Sitz- und Türkomponenten sowie in zahlreichen Halterungen oder im Motorraum ersetzt. Das senkt Gewicht und Produktionskosten und trägt zu einem geringeren Energieverbrauch der Fahrzeuge bei.

    Doch der globale Automarkt stockt seit geraumer Zeit, was sich dämpfend auf die Nachfrage nach technischen Kunststoffen auswirkt. Verunsicherte Konsumenten, hohe Preise und der schleppende Hochlauf der Elektromobilität führten bei vielen Herstellern zu Produktionskürzungen und zum Abbau von Lagerbeständen. Davon blieb auch Ems-Chemie im abgelaufenen Jahr nicht verschont.

    Das Ems-Management gibt dem schwachen Automarkt bereits seit 2023 mit einer globalen Verkaufsoffensive Gegensteuer, um Neugeschäfte zu generieren. Und zwar mit neuen Anwendungen im Autobau, aber auch in anderen Bereichen. Ems-Kunststoffe kommen auch in Brillen, Skischuhen, Sportgeräten, Spielkonsolen oder in der Medizintechnik zum Einsatz.

    Die Verkaufsoffensive ist zwar sehr erfolgreich, kann jedoch den Rückgang im Geschäft mit den Autobauern nicht ganz kaschieren. Denn die Autobranche kämpft mit Nachfrageproblemen, Margendruck und strukturellen Verschiebungen. Und die Autoproduktion dürfte sich Experten zufolge auch in 2026 flach entwickeln, weshalb Ems-Chemie ein weiteres «Übergangsjahr» bevorstehende könnte.

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    Kommentare

    User #6401 (nicht angemeldet)

    Alle Kommentare gegen die Blocher-Familie ist der Neid der Erfolglosen....!!!

    User #1065 (nicht angemeldet)

    Wenn alle Russland und China mehr fördern würden, würde auch das EMS-Geschäft brummen.

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