Saudiarabischer Ölkonzern Aramco schreibt 2019 Verlust von 20,6 Prozent

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    Saudi-Arabien,

    Im Jahr seines Börsenstarts hat der saudiarabische Ölkonzern Aramco einen Verlust von 20,6 Prozent seines Nettogewinns verzeichnet.

    Saudi Aramco
    Das Erdölunternehmen Saudi Aramco erzielt im zweiten Quartal neuen Rekordgewinn. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Staatskonzern veröffentlicht nach Börsengang erstmals Jahresbilanz.

    Der Nettogewinn für 2019 lag bei 88,2 Milliarden Euro - im Jahr zuvor waren es 111,1 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Sonntag mitteilte. Es war das erste Mal, dass das Unternehmen eine Jahresbilanz vorlegte. Die Zahlen wurden indes nicht von der Coronavirus-Pandemie oder dem anhaltenden Preisstreit mit Russland beeinflusst.

    «2019 war aufgrund verschiedener Umstände, von denen einige geplant waren und andere nicht, ein aussergewöhnliches Jahr für Saudi Aramco», erklärte Aramco-Chef Amin Nasser.

    Der Staatskonzern war Ende vergangenen Jahres an die Börse gegangen - es war der grösste Börsengang aller Zeiten. Der Ölgigant legte einen glänzenden Start hin, bereits kurz nach Handelsbeginn an der Tadawul-Wertpapierbörse in Riad stieg der Kurs der Aktie um zehn Prozent - das ist der höchste Wert, der an einem einzelnen Handelstag erlaubt ist. Damit erreichte der Staatskonzern einen Börsenwert von 1,88 Billionen Dollar und galt damit als wertvollstes Unternehmen der Welt. Aber angesichts der sinkenden Ölpreise haben die Aramco-Aktien seither 29 Prozent an Wert verloren. Am Donnerstag fiel der Börsenwert auf 1,55 Billionen Dollar.

    Die beiden grössten Ölförderstaaten Russland und Saudi-Arabien liefern sich derzeit einen Preiskreig. Beide Staaten konnten sich zuletzt nicht auf eine Anpassung der Produktionsmengen für eine Preisstabilisierung vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie verständigen. Der niedrige Ölpreis, eigentlich eine gute Nachricht für die Wirtschaft, verstärkt derzeit die Sorgen vor einem wirtschaftlichen Niedergang wegen der Ausbreitung des Coronavirus.

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