Samsung SDI erhält milliardenschweren Batterie-Auftrag
Samsung SDI gibt einen wichtigen Vertrag bekannt, dessen Details bis 2030 geheim bleiben. Branchenkreise vermuten Tesla als Auftraggeber.

Der südkoreanische Batteriehersteller Samsung SDI hat Ende Januar über seine US-Tochter einen bedeutsamen Liefervertrag abgeschlossen. Laut einer Mitteilung des Unternehmens bleiben sämtliche Details bis Januar 2030 vertraulich, wie «Business Korea» berichtet.
In Branchenkreisen wird vermutet, dass Tesla der Auftraggeber ist. Samsung SDI hatte bereits im November 2025 gegenüber der Korea Exchange erklärt, dass Verhandlungen mit Tesla über Batterielieferungen laufen.
Anlass war die Reaktion auf Medienberichte über einen möglichen Auftrag im Wert von drei Billionen Won. Dies entspricht umgerechnet 1,75 Milliarden Euro (etwa 1,60 Milliarden Franken), wie «Battery-News» meldet.
Hintergrund der Neuausrichtung
Im Dezember 2025 folgte bereits ein ESS-Lieferabkommen über 1,15 Milliarden Euro (etwa 1,05 Milliarden Franken) mit einem US-Infrastruktur-Unternehmen, schreibt «Battery-News». Diese Entwicklung zeigt den Strategiewechsel des Unternehmens hin zum Energiespeicher-Geschäft.
Die Neuausrichtung erfolgt vor dem Hintergrund einer stagnierenden Nachfrage im Elektromobilitätssektor. Tesla verfolgt unterdessen das Ziel, seine Abhängigkeit vom chinesischen Batteriehersteller CATL zu verringern, berichtet «The Korea Herald».
Die USA haben Zölle von rund 60 Prozent auf chinesische Batterien verhängt. Dies beschleunigt Teslas Suche nach alternativen Lieferanten.
Samsung SDI plant Produktion in den USA
Samsung SDI plant die Produktion der Batteriezellen im Joint Venture mit Stellantis in Indiana. Ein Teil der bestehenden Produktionslinien für Elektrofahrzeug-Batterien soll auf ESS-Fertigung umgestellt werden, berichtet «The Korea Herald».

Die jährliche Produktionskapazität soll bis Ende 2026 auf 30 Gigawattstunden ausgebaut werden, so «Energy Storage News». Das Werk in Indiana ist derzeit zu weniger als 50 Prozent ausgelastet.
Der Tesla-Auftrag könnte die Auslastung deutlich verbessern. Die Batteriezellen vom Typ Lithium-Eisenphosphat sind für Teslas Megapack-Speichersysteme vorgesehen, wie Branchenquellen gegenüber «The Korea Herald» erklärten.
















