Salt-Chef rechnet mit Handy-Satellitenverbindung nicht mehr 2026
Salt wird wohl nicht mehr in diesem Jahr Handy-Satellitenverbindungen anbieten. Die Zusammenarbeit mit dem Internet-Satellitennetz Starlink von Tesla-Gründer Elon Musk gehe weiter, sagte Salt-Chef Max Nunziata am Dienstag auf der Bilanzmedienkonferenz in Zürich.

«Aber es geht extrem langsam vorwärts.» Der Ball liege bei den Behörden, welche die Verbindung von Handys mit den Starlink-Satelliten bewilligen müssten. Salt habe regelmässig einen guten Austausch mit der Eidgenössischen Kommunikationskommission (Comcom) und dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom), welche für die Regulierung zuständig seien.
Denn die jetzigen Mobilfunkfrequenzen von Salt sind für die Verwendung auf der Erde über Handyantennen zugelassen, aber nicht für die Verbindung mit Satelliten. Dafür gebe es noch keine Regulierung. Und die Schweizer Behörden wollten sicherstellen, dass es bei der Verbindung mit Satelliten im Orbit zu keinen Interferenzen komme. Zudem wollten sie keine unterschiedliche Regulierung als die Nachbarländer, sagte Nunziata.
Das dauere. «Ich würde eher auf 2027 wetten als 2026», sagte der Salt-Chef, der mit Hilfe der Starlink-Satelliten auch dort Verbindungen ermöglichen will, wo es keine Verbindung zu einer Handyantenne gibt. Solche Verbindungen würden das Mobilfunknetz nicht ersetzen, könnten aber bei Notfällen in abgelegenen Gebieten Leben retten.
Im vergangenen Juli hatte Salt mit Starlink in einem Test in Interlaken gezeigt, dass das Verschicken von SMS über die Satelliten des US-Anbieters funktioniert. Die Starlink-Satelliten fungierten dabei als fliegende Mobilfunkmasten. Sie übertrugen direkt das Signal an normale Smartphones über reguläre Mobilfunkfrequenzen. Dafür waren weder spezielle Geräte noch zusätzliche Apps notwendig.
Allerdings ist die Bandbreite beschränkt. Man kann SMS oder iMessages verschicken, aber fürs Videostreaming ist die Technologie nicht gedacht. Während Mobilfunkantennen Geschwindigkeiten von über 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) erlauben, ist laut damaligen Angaben mit Satelliten eine Geschwindigkeit von 1 bis 3 Megabit pro Sekunde realistisch.










