GC: Das sagt die Liga zum Vorgehen vor der Barrage
GC schont beim Sieg in Lausanne seine Stammkräfte, tritt dafür aber nicht zum U21-Spiel in der 1. Liga an. Jetzt hat sich die SFL dazu geäussert.

Das Wichtigste in Kürze
- Beim 3:1-Sieg in Lausanne tritt GC mit einer verstärkten U21-Mannschaft an.
- Dafür tritt die «richtige» U21 in der 1. Liga nicht zum Spiel an und verliert forfait.
- Die SFL spricht von «unsportlichem Verhalten».
GC sorgt in den letzten Tagen für Ärger. Mit dem 3:2-Sieg über Winterthur sichern sich die Hoppers die Barrage. Darum setzt Trainer Peter Zeidler am Samstag in Lausanne vor allem auf Spieler aus der U21. Damit will er seine arrivierten Kräfte für die beiden Barrage-Spieler gegen Aarau schonen.
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In der Super League sorgt dieser Kniff sogar für einen Sieg: Im Kehraus-Spiel in Lausanne gewinnen die Hoppers mit 3:1. Doch in der 1. Liga classic sorgt das Verhalten des Rekordmeister für Ärger.
Denn: Die GC-U21 tritt nicht zum Spiel gegen Courtételle an! Die Jurassier, die sich im Aufstiegskampf befinden, nehmen das Geschenk in Form eines Forfaitsieges an.
Für Konkurrent Langenthal ist das ärgerlich, auch wenn Goran Ivelj, Leiter Sport FC Langenthal, gegenüber Nau.ch sagt: «Das können wir nicht ändern, wir müssen uns nur auf unser Spiel konzentrieren.»

Jetzt hat auch die SFL auf das Vorgehen der Hoppers reagiert. Für die Liga ist klar: «(...) das ist aus Sicht der SFL mit dem Fairplay-Gedanken und der Verantwortung eines professionellen Klubs schlecht vereinbar.»
Die Liga schreibt weiter: «Besonders problematisch ist, wenn das Nichtantreten Auswirkungen auf sportliche Entscheidungen einer Meisterschaft haben kann. Damit wird die Integrität eines laufenden Wettbewerbs tangiert. Die SFL erachtet dieses Vorgehen als unsportlich.»
Die Folge: «Für ihre eigenen Wettbewerbe wird die SFL anlässlich der ausserordentlichen Generalversammlung vom Montag, 18. Mai 2026, eine Reglementsanpassung vorschlagen.»
Und weiter: «Der absichtliche Einsatz eines offensichtlich massiv geschwächten Teams soll künftig unabhängig von der Motivation des Klubs disziplinarisch sanktioniert werden können.»
Busse nach Vorkommnissen im Derby
Zudem wird heute Sonntag bekannt: Die Grasshoppers kassieren eine happige Busse von 52'300 Franken. Grund sind die Vorkommnisse beim Derby gegen den FCZ vom 21. Februar.

Die Liga schreibt: «Die SFL und der Klub verurteilen das Zünden und das Werfen pyrotechnischer Gegenstände deutlich. Diese Handlungen gefährden die Sicherheit und Gesundheit aller Anwesenden – auch unbeteiligter Personen – und haben im Stadion keinen Platz.»
Im Spiel gegen den Stadtrivalen wurde eine Petarde in Richtung Spielfeld geworfen. Zudem wurde diverses pyrotechnisches Material im GC-Sektor gezündet.












