EU

    Russische Sberbank zieht sich aus Europa zurück

    AFP
    AFP

    Russland,

    Die russische Bank Sberbank zieht sich aus dem europäischen Markt zurück. Dies ist eine Reaktion auf die von Europa verhängten Sanktionen.

    bankiervereinigung
    Das Logo der Sberbank. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die grösste russische Bank wurde wegen des Ukraine-Kriegs mit Sanktionen belegt.
    • Jetzt sieht Sberbank sich aus dem europäischen Markt zurück.
    • Die Bank wird mehrheitlich vom russischen Staat kontrolliert.

    Die grösste russische Bank Sberbank zieht sich als Reaktion auf die EU-Sanktionen aus Europa zurück.

    «In der aktuellen Situation hat die Sberbank beschlossen, sich aus dem europäischen Markt zurückzuziehen», teilte die Bank am Mittwoch laut russischen Nachrichtenagenturen mit. Die europäischen Tochtergesellschaften der Bank sähen sich «ungewöhnlichen Bargeldabflüssen und Bedrohungen für die Sicherheit von Mitarbeitern und Filialen» gegenüber.

    Massenabhebungen verursachen Liquiditätsprobleme

    Die Sberbank, die mehrheitlich vom russischen Staat kontrolliert wird, war eines der ersten Ziele der Finanz-Sanktionen gegen Moskau. Am Wochenende hatten sich die westlichen Verbündeten auf den Ausschluss russischer Banken aus dem internationalen Zahlungssystem Swift sowie auf weitere Sanktionen unter anderem gegen die russische Zentralbank geeinigt. Daraufhin kam es zu Massenabhebungen, die die Bank in Liquiditätsprobleme brachten.

    Bank
    Das Logo der Sberbank an einer Filiale in Russland. Foto: Peter Kneffel/dpa - dpa-infocom GmbH

    Der Einheitliche Abwicklungsausschuss (SRB) der EU-Bankenunion teilte am Dienstagabend mit, dass die in Österreich ansässige Sberbank Europe AG ein Insolvenzverfahren nach nationalem Recht durchlaufen werde. Die Tochtergesellschaften in Kroatien und Slowenien wurden hingegen an lokale Banken abgetreten. Der SRB betonte, dass die Vermögen der Kunden bis 100'000 Euro durch das europäische Einlagensystem abgesichert sind.

    Zuvor war ein Zahlungsmoratorium der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) ausgelaufen. Dieses war verhängt worden, nachdem die Europäische Zentralbank bereits in der Nacht zum Montag mitgeteilt hatte, dass die europäische Sberbank-Tochter «wahrscheinlich zahlungsunfähig» wird.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Wladimir Wladimirowitsch Putin
    100 Interaktionen
    Russen fliehen

    MEHR EU

    Ein Airbus A330.
    Washington
    Klimaschäden
    4 Interaktionen
    Brüssel
    Hans-Ulrich Bigler
    779 Interaktionen
    Bigler
    3 Interaktionen
    Luxemburg

    MEHR AUS RUSSLAND

    6 Interaktionen
    Moskau
    10 Interaktionen
    Woronesch
    70 Interaktionen
    Kiew