Szenenbildner stirbt nach Monaten in russischer Haft
Der wegen des Vorwurfs von Landesverrat in Russland festgenommene Szenenbildner Alexander Kontratow ist nach Monaten in russischer Untersuchungshaft gestorben. Der Menschenrechtsorganisation Perwy Otdel zufolge wurde er am Freitag aus dem Untersuchungsgefängnis in ein Moskauer Krankenhaus gebracht. Er war demnach 52 Jahre alt. Auch die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete den Tod unter Berufung auf Kondratows Anwältin.

Kondratow lebte Menschenrechtlern zufolge seit 2012 in Kiew. Im Mai kam er demnach nach Russland, um seinen Pass zu erneuern und wurde direkt bei der Einreise festgenommen. Er verbrachte den Angaben nach mehr als 70 Tage in Haft wegen mehrmaliger Vorwürfe von geringfügigem ordnungswidrigen Verhalten. Im August sei er wegen des Vorwurfs von Landesverrat in Untersuchungshaft genommen worden.
Für seine Arbeit bei der in Russland bekannten Serie Likwidazija war Kondratow mit russischen Preisen ausgezeichnet worden.














