Rheinmetall-Aktie bricht massiv ein
Die Rheinmetall-Aktie ist am Handelstag deutlich unter Druck geraten und verliert zweistellig nach Berichten über einen möglichen Fregatten-Auftragsverlust.

Die Rheinmetall-Aktie verzeichnete am Handelstag deutliche Verluste im zweistelligen Prozentbereich. Nach Angaben von «Wallstreet-online» fiel das Papier zeitweise auf rund 1038,40 Euro (etwa 996,90 Franken).
Auslöser ist ein möglicher Wegfall eines Bundeswehr-Fregattenauftrags des Typs F126. Das Projekt könnte statt Rheinmetall nun an TKMS gehen und betrifft milliardenschwere Marineprogramme.
JPMorgan-Analyst David Perry bewertet die Entwicklung als herben Rückschlag für Rheinmetall. Er sieht laut «boerse.de» Risiken beim Auftragseingang sowie ein Volumen von rund 12 Milliarden Euro.
Fregattenauftrag und Marktreaktion
Die Aktie verlor zeitweise rund 15 Prozent und fiel unter 1000 Euro. Zeitgleich stieg die Aktie von TKMS deutlich, nachdem Anleger die Nachrichtenlage neu bewerteten.
Nach Daten von «Wallstreet-online» beträgt das Monatsminus rund 9,12 Prozent. Im Drei-Monats-Vergleich liegt das Minus bei 21,55 Prozent und im Jahresverlauf bei 31,87 Prozent.
Die Aktie erlebt den schlimmsten Börsentag seit rund 25 Jahren, wie «Der Aktionär» schreibt. Technische Marken bei 933 und 792 Euro gelten als nächste Unterstützungszonen im Chartbild.
Rüstungssektor bleibt im Fokus
Die Nachfrage im Verteidigungssektor bleibt aus Sicht von Marktteilnehmern weiterhin hoch. Dies gilt auch trotz der aktuellen Kursverluste bei Rüstungswerten.
Gleichzeitig bleibt das politische Umfeld durch internationale Beschaffungsprogramme grundsätzlich unterstützend. Diese Programme wirken stabilisierend auf die gesamte Branche.

Rheinmetall ist als Rüstungs- und Automobilzulieferer in mehreren Verteidigungs- und Industriebereichen aktiv. Der Handel ist weiterhin stark von der Nachrichtenlage und kurzfristigen Erwartungen der Anleger geprägt.
















