Rabattschlachten wie Black Friday bergen Schuldenrisiko

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Am heutigen Black Friday übertreffen sich die Detailhändler gegenseitig mit Angeboten und Rabatten. Experten warnen vor einem Schuldenrisiko.

    Black Friday online
    Eine Frau vor einem Schaufenster eines Detailhändlers am Black Friday. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Heute ist mit dem Black Friday Schnäppchentag.
    • Mehr als vier Fünftel der Internet-Kunden kaufen heute auf Pump.
    • Das birgt ein Schuldenrisiko, warnen Experten.

    70 Prozent Rabatt auf einen neuen Fernseher, die Spielkonsole zum halben Preis: Mit solchen Angeboten locken Detailhändler auch dieses Jahr wieder am Black Friday die Kunden. Doch Experten warnen vor dem Kauf auf Pump. Es drohe die Schuldenfalle.

    Der Schweizer Detailhandel hat die Corona-Pandemie dieses Jahr zu spüren bekommen. Die Umsätze im stationären Geschäft gingen zurück. Derweil erlebte das Online-Shopping einen deutlichen Zuwachs. Und der Black Friday dürfte den Internet-Händlern noch zusätzlichen Schwung verleihen.

    Allerdings kaufen über vier Fünftel der Internet-Kunden ihre Produkte zumindest teilweise auf Pump. Grund hierfür sind die im Onlinehandel üblichen Bezahlungsarten. So kaufen die Kunden meist mit der Kreditkarte oder auf Rechnung.

    Online-Shopping nicht ungefährlich

    Bei beiden Arten der Bezahlung wird der Betrag erst mit einiger Verspätung tatsächlich beglichen oder dem Konto der Kunden abgebucht. Auch Ratenzahlungen sind häufig möglich. Im Vergleich dazu bezahlen die Konsumenten im stationären Geschäft meist mit Bargeld oder mit Debit-Karten, bei denen der Betrag direkt dem Konto abgebucht wird.

    Black Friday
    Viele Kunden kaufen die Produkte online ein. - Keystone

    Die Entwicklung hin zu mehr Online-Shopping ist somit nicht ungefährlich. «Viele verschaffen sich mit einem Zahlungsaufschub Spielraum auf dem Konto. Gerade bei höheren Beträgen kann das in der gegenwärtigen Situation aber ins Auge gehen», sagt Comparis-Experte Michael Kuhn am Freitag zur Nachrichtenagentur AWP.

    Gerade in der anhaltenden Coronakrise solle man Vorsicht walten lassen, rät Kuhn. Wegen dieser drohe nach wie vor ein Einkommensverlust durch Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit oder tiefere Umsätze bei Selbstständigerwerbenden. Gerade bei Menschen mit tieferen Einkommen könnte das ungehemmte Black-Friday-Shopping somit zur Schuldenfalle werden.

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