Opec+ bleibt bei moderater Ausweitung der Ölfördermenge

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    Trotz der hohen Rohölpreise halten die in der Opec zusammengeschlossenen Ölförderstaaten und ihre von Russland angeführten Partnerländer an einer nur moderaten Ausweitung der Fördermenge fest.

    Opec+ Ölpreis
    Opec+ bleibt bei moderater Ausweitung der Ölfördermenge und bewirkt damit Anstieg von Ölpreis. - Saudi Aramco/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Produktion soll im Mai um 423.000 Barrel pro Tag erhöht werden.

    Im Mai soll die Förderung um weitere 432.000 Barrel am Tag erhöht werden, wie die Gruppe Opec+ am Donnerstag mitteilte. Das ist nur wenig mehr als die 400.000 Barrel, die in den vergangenen Monaten zusätzlich gefördert wurden und für April vereinbart sind.

    Die 23 Mitglieder der Opec+ erklärten nach ihrem Ministertreffen in Wien, Grund für die aktuellen Schwankungen auf dem Ölmarkt seien «geopolitische Entwicklungen» - die «Fundamentaldaten» hätten sich nicht geändert. Beobachter hatten mit der nur moderaten Ausweitung gerechnet.

    Die 13 Mitgliedsländer der von Saudi-Arabien angeführten Opec und ihre zehn Partner hatten die Förderung im ersten Coronajahr 2020 massiv gedrosselt, weil die Preise mangels Nachfrage eingebrochen waren. 2021 beschloss die Opec+ dann, die Förderung langsam wieder auszuweiten; die Entscheidung wird monatlich überprüft. Die USA hatten die Opec+ zuletzt aufgefordert, die Förderung stärker zu erhöhen.

    Die Befürchtungen angesichts der Folgen des Ukraine-Kriegs für die Energieversorgung haben den Ölpreis weiter nach oben getrieben; zwischenzeitlich erreichte er den höchsten Stand seit dem Jahr 2014. Aktuell liegt er knapp über 100 Dollar (knapp 90 Euro) pro Barrel (159 Liter). Am Donnerstag sank er, weil US-Präsident Joe Biden offenbar plant, mehrere Monate lang eine Million Barrel Öl pro Tag aus den US-Reserven freizugeben. Biden will sich am Abend (MESZ) äussern.

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