Die Laufschuhfirma On will an die New Yorker Börse. Jetzt hat sie den Zulassungsantrag eingereicht.
Die Schweizer Laufschuhfirma On Running, bei der Roger Federer Aktionär ist, hat den Zulassungsantrag für den Gang (IPO) an die New Yorker Börse (NYSE) eingereicht. Wie viel Geld der Börsengang einbringt, darüber schweigt die Firma noch (Archivbild)
Die Schweizer Laufschuhfirma On Running, bei der Roger Federer Aktionär ist, hat den Zulassungsantrag für den Gang (IPO) an die New Yorker Börse (NYSE) eingereicht. Wie viel Geld der Börsengang einbringt, darüber schweigt die Firma noch (Archivbild) - sda - KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweizer Firma On hat den Zulassungsantrag für die Börse in New York gestellt.
  • Darüber kursieren schon seit längerem Gerüchte.

Was die Spatzen schon lange von den Dächern pfiffen, wird nun konkret: Die Schweizer Laufschuhfirma On Running hat den Zulassungsantrag für den Gang (IPO) an die New Yorker Börse (NYSE) eingereicht. An der Laufschuh- und Sportbekleidungsfirma ist unter anderem Roger Federer seit 2019 als Investor und Werbeikone beteiligt.

Im Detail sollen Stammaktien der Klasse A unter dem Kürzel «ONON» an der New Yorker Börse gehandelt werden. Das gab das Unternehmen mit Sitz in Zürich am Montag bekannt. Für diese Wertpapiere sei ein Zulassungsantrag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht worden, dieser sei allerdings noch nicht in Kraft getreten. Die Anzahl der angebotenen Aktien und die Preisspanne für den IPO seien noch nicht bestimmt worden, hiess es weiter.

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Schuhe des Schweizer Unternehmens On. In der Pandemie verkaufte der Laufschuhhersteller deutlich mehr Exemplare als zuvor. (Symbolbild) - Screenshot Instagram

Bereits im letzten Jahr war in den Medien über eine Publikumsöffnung spekuliert worden. Und im vergangenen April wurde als möglicher Zeitpunkt für einen Börsengang in den USA der Herbst 2021 kolportiert. Es wurde über eine mögliche Bewertung von rund 5 Milliarden US-Dollar spekuliert. Laut dem jetzigen «Bilanz»-Artikel strebt On gar eine Bewertung zwischen 6 und 8 Milliarden an.

Der Grund für den Börsengang in den USA statt der Schweiz sei, dass die Hälfte der Kunden in Nordamerika sei. On sei eine globale Marke. Daraus folgt die logische Konsequenz, in New York an die Börse zu gehen, hiess es im Dokument an die SEC.

Der am schnellsten wachsende Sportartikelhersteller überhaupt

On sei eine der am schnellsten wachsenden Sportartikelhersteller überhaupt. Im ersten Halbjahr hat On einen Umsatz von 315,5 Millionen Franken erzielt. Das sei ein Plus von 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahressemester. Insgesamt ist On von 2018 bis 2020 um jährlich 66 Prozent gewachsen.

Der bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (adjusted EBITDA) belief sich im ersten Halbjahr 2021 auf 47,3 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es noch 16,0 Millionen.

Die Partner und Gründer von On verfügen über eine Mehrheit der Stimmrechte am Unternehmen. Sie halten die Mehrheit durch Stimmrechtsaktien der Klasse B. Diese B-Aktien dürfen die Gründer allerdings nur mit Zustimmung der Generalversammlung verkaufen.

Wie hoch der Streubesitz sein wird, geht aus den SEC-Unterlagen nicht hervor. Auch zur angestrebten Börsenbewertung gibt es keine Angaben. Insgesamt bestand das Aktienkapital am 19. August 2021 aus 245,74 Millionen Stammaktien der Klasse A und 345,44 Millionen Stimmrechtsaktien der Klasse B.

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