Öltransporte durch Hormus nehmen dank US-Korridor zu
Durch die Strasse von Hormus wird wieder deutlich mehr Öl transportiert. Dazu trägt ein von den USA gesicherter Schifffahrtskorridor bei, wie eine Auswertung von Schifffahrtsdaten durch die Nachrichtenagentur AFP zeigt. Das Vorkriegsniveau wird weiterhin verfehlt.

Seit Mitte Juni kontrollieren die USA laut amerikanischen Regierungsvertretern einen schmalen Korridor entlang der Küste Omans. Seit der Wiederaufnahme der Kämpfe und iranischen Drohungen gegen Schiffe auf dieser Route Anfang Juli stellt das US-Militär zudem Begleitschutz bereit.
Seither hat der Öltransport durch die Meerenge deutlich zugenommen, wie Daten der Schifffahrtsdienste Kpler und Lloyd's List Intelligence zeigen. Anfang September passierten im Wochenschnitt knapp 8 Millionen Barrel pro Tag die Meerenge. Am 7. September waren es sogar rund 14 Millionen Barrel.
Zum Vergleich: Vor dem Krieg wurden täglich etwa 18 Millionen Barrel durch die Strasse von Hormus transportiert. Nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar brach die Menge zeitweise auf lediglich 1,4 Millionen Barrel pro Tag ein. Vor dem Krieg passierte rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls und Flüssigerdgases (LNG) die strategisch wichtige Meerenge.
Die Erfassung der aktuellen Transporte ist allerdings schwierig. Schiffe schalten auf der von den USA unterstützten Route häufig ihre Ortungssignale aus. Die Datenanbieter greifen deshalb zusätzlich auf Satellitenbilder und andere Informationen zurück.
Die US-Regierung spricht von inzwischen rund 9 Millionen Barrel pro Tag. Die verfügbaren Daten bestätigen diese Grössenordnung bislang nicht vollständig. Auch die Aussage von US-Präsident Donald Trump, wonach inzwischen wieder regelmässig 18 Millionen Barrel täglich transportiert würden, lässt sich laut der AFP-Auswertung nicht belegen.










