Novo Nordisk erlebt schweren Rückschlag bei Abnehmstudie
Novo Nordisk muss einen herben Dämpfer verkraften, nachdem neue Studiendaten zu einem Hoffnungsträger deutlich schwächer ausfielen als erwartet.

Der Pharmakonzern Novo Nordisk hatte grosse Erwartungen in das Kombinationspräparat CagriSema gesetzt, das neue Massstäbe bei Gewichtsverlusten setzen sollte. Laut «manager magazin» blieben die Resultate jedoch deutlich hinter den ambitionierten Prognosen von Investoren und Analysten zurück.
Obwohl die Teilnehmer erheblich Gewicht verloren, wurde das angestrebte Ziel einer klaren Überlegenheit gegenüber bisherigen Therapien nicht erreicht. Damit schrumpfte die Hoffnung, ein neues Blockbuster-Medikament im lukrativen Adipositasmarkt zu etablieren.
An den Finanzmärkten folgte eine unmittelbare Reaktion, da Anleger ihre Wachstumserwartungen neu bewerteten. Der Aktienkurs geriet stark unter Druck und verlor innerhalb kurzer Zeit erheblich an Wert.
Novo Nordisk gerät unter Konkurrenzdruck
Besonders problematisch ist der Vergleich mit dem US-Konkurrenten Eli Lilly, dessen Präparate derzeit als wirksamer gelten. «n-tv» berichtet, dass sich dadurch das Kräfteverhältnis im Wettbewerb um Marktanteile zugunsten des Rivalen verschiebt.
Der Markt für Medikamente gegen starkes Übergewicht wächst rasant, da weltweit immer mehr Menschen betroffen sind. Entsprechend hoch ist der wirtschaftliche Einsatz, den grosse Pharmakonzerne in Forschung und Entwicklung investieren.
Für Novo Nordisk bedeutet der Rückschlag daher eine Schwächung im Rennen um die langfristige Dominanz dieses Zukunftsmarktes. Investoren beobachten nun besonders aufmerksam die nächsten Schritte des Unternehmens.
Kampf um Spitzenposition
Analysten sehen die Ergebnisse als Signal, dass der Vorsprung des Konzerns nicht mehr selbstverständlich ist. Laut «WirtschaftsWoche» liegt Eli Lilly im direkten Vergleich derzeit klar vorne.

Der dänische Hersteller bleibt zwar ein zentraler Akteur mit erfolgreichen Produkten, steht aber unter wachsendem Innovationsdruck. Neue Wirkstoffe und Studienerfolge werden entscheidend dafür sein, ob die Führungsrolle behauptet werden kann.
Langfristig dürfte sich der Wettbewerb weiter verschärfen, da mehrere Unternehmen an ähnlichen Therapien arbeiten. Für Novo Nordisk geht es damit um weit mehr als nur ein einzelnes Medikament.












