Novo Nordisk rechnet für 2026 mit Umsatzrückgang

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Dänemark,

    Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk rechnet 2026 mit einem Umsatzminus von bis zu 13 Prozent und schockiert damit die Anleger weltweit.

    Novo Nordisk
    Der Pharmakonzern Novo Nordisk rechnet für 2026 mit einem spürbaren Umsatzrückgang bis zu 13 Prozent. - keystone

    Der Pharmakonzern Novo Nordisk erwartet für 2026 einen deutlichen Umsatzrückgang zwischen 5 und 13 Prozent. Diese Prognose liegt weit unter den Erwartungen der Analysten, wie «Finanzen.ch» berichtet.

    Die Ankündigung erfolgte überraschend am Dienstagabend, einen Tag früher als geplant. Anleger reagierten geschockt: Die in den USA gehandelten Aktien brachen um bis zu 14 Prozent ein.

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    Als Hauptgrund für die schwache Entwicklung nennt das Unternehmen niedrigere Arzneimittelpreise in den Vereinigten Staaten. Die Einigung mit der Trump-Administration über Preissenkungen wirkt sich besonders negativ aus, meldet «Cash».

    Erster Rückgang für Novo Nordisk seit 2017

    Zusätzlich verliert der Wirkstoff Semaglutid in einigen Märkten den Patentschutz, wie das «Handelsblatt» schreibt. Der Wettbewerb im Markt für Abnehmmedikamente verschärft sich zunehmend.

    Für Novo Nordisk wäre dies der erste Umsatzrückgang seit 2017, berichtet «Cash». Damals hatte der Konzern bereits Einbussen im Zuge eines Preiskampfes bei Insulin verzeichnet.

    CEO Mike Doustdar spricht von einem «nie dagewesenen Preisdruck», schreibt «Finanzen.ch». Er zeigt sich jedoch zuversichtlich hinsichtlich der neuen Wegovy-Tablette.

    Nettogewinn legt um ein Prozent zu

    Im vergangenen Jahr konnte Novo Nordisk den Umsatz noch ausbauen, berichtet «Cash». Nach Angaben vom Dienstag stiegen die Erlöse um sechs Prozent auf gut 309 Milliarden dänische Kronen (rund 38 Milliarden Franken).

    Währungsbereinigt betrug das Plus 10 Prozent. Es lag damit innerhalb der Anfang November gesenkten Prognose.

    Novo Nordisk Wegovy
    Die Abnehmpille von Novo Nordisk sorgt für eine stark steigende Nachfrage in den USA und weiteren Märkten. (Archivbild) - keystone

    Das operative Ergebnis ging hingegen um ein Prozent auf 127,7 Milliarden Kronen (etwa 15,7 Milliarden Franken) zurück, belastet durch Währungseffekte. Der Nettogewinn legte leicht um ein Prozent auf 102,4 Milliarden Kronen (etwa 12,6 Milliarden Franken) zu.

    Aktienrückkaufprogramm gestartet

    Novo Nordisk stellte für 2026 ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 15 Milliarden dänischen Kronen (circa 1,85 Milliarden Franken) in Aussicht. Es startet bereits an diesem Mittwoch, wie «Finanzen.ch» schreibt.

    Solche Rückkäufe gelten als gängiges Instrument zur Kursstützung. Sie sind bei Investoren beliebt, da sie durch die geringere Aktienzahl den Gewinn je Aktie erhöhen.

    Novo Nordisk zufolge dient das Programm zugleich der Erfüllung von Verpflichtungen aus aktienbasierten Vergütungsprogrammen.

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