Novartis hat mit dem Biotechunternehmen Beigene eine Options-, Kooperations- und Lizenzvereinbarung für den Wirkstoffkandidaten Ociperlimab geschlossen. Damit erweitere Novartis seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in der Immunonkologie und auch die Zusammenarbeit mit Beigene, teilte der Pharmakonzern am Montag mit.
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Ein Gebäude der Novartis. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Novartis zahlt Beigene im Rahmen der Vereinbarung vorab 300 Millionen US-Dollar.

Würde die Option vor Ende des Jahres 2023 ausgeübt, erhielte Beigene eine Zahlung von weiteren 700 Millionen US-Dollar. In diesem Fall würde Novartis die Entwicklungs- und Vermarktungsrechte für Ociperlimab in den Vereinigten Staaten, Kanada, Mexiko, der Europäischen Union, dem Vereinigten Königreich, Norwegen, Island, Liechtenstein, der Schweiz, Russland und Japan erhalten. Beigene werde selber nach der Zulassung 50 Prozent der Vermarktung in den USA übernehmen und behalte die Rechte an Ociperlimab in China und allen anderen Ländern.

Während der Optionsfrist arbeiten Novartis und Beigene bei der klinischen Entwicklung von Ociperlimab in Kombination mit dem ebenfalls von Beigene entwickelten Mittel Tislelizumab zusammen. Novartis konzipiert und finanziert dafür globale klinische Kombinationsstudien, wie es weiter heisst.

Derzeit laufen zwei Phase-III-Studien mit Ociperlimab zur Behandlung eines bestimmten Lungenkrebs. Zudem seien weitere Studien zu einer Vielzahl an soliden Tumoren im Gange. Das Mittel befindet sich damit im Spätstadium seiner Entwicklung. Es gehört zu einer neuen Klasse von Krebstherapien und blockiert den sogenannten TIGIT-Proteinrezeptor.

Der Arzneimittelhersteller aus Basel arbeitet seit Januar mit der chinesischen Firma im Bereich Krebstherapien zusammen. Es ist vergleichsweise selten, dass ein westlicher Pharmakonzern die Rechte an einem in China entwickelten Medikament erwirbt, wie Reuters schreibt.

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