Novartis-Aktionäre genehmigen an GV alle Anträge
Die Novartis-Aktionäre haben an der Generalversammlung vom Freitag allen Anträgen des Verwaltungsrates zugestimmt. So wurde bei der Versammlung in Basel Giovanni Caforio als Präsident des Verwaltungsrats bestätigt. Er hatte im vergangenen Jahr den langjährigen Amtsinhaber Jörg Reinhardt abgelöst.

Zudem wurde die 29. Dividendenerhöhung in Folge genehmigt. Für 2025 zahlt der Pharmakonzern 3,70 Franken pro Aktie aus, nach 3,50 Franken im Vorjahr.
Für massive Kritik von Aktionärsseite sorgte einmal mehr das Gehalt von Konzernchef Vas Narasimhan. Nach deutlichen Gehaltssprüngen in den beiden Vorjahren erhielt der Novartis-Chef auch für 2025 nochmals markant mehr. Die Gesamtvergütung betrug 24,9 Millionen Franken – 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Grund dafür: Der in den letzten zwei Jahren deutlich gestiegene Aktienkurs trieb den Wert der langfristigen Boni in die Höhe.
In seinem ersten Jahr als Novartis-CEO 2018 betrug Narasimhans Lohn noch 6,7 Millionen Franken. Seitdem hat er unter dem Strich fast 110 Millionen Franken eingestrichen, wie eine Auswertung der Nachrichtenagentur AWP zeigt.
Besonders harsch fiel die Kritik der Aktionärsvereinigung Ethos aus. Wie VRP Caforio betont, sei das Gehalt der Geschäftsführung stark an messbare Zielvorgaben geknüpft. Und diese seien in den vergangenen Jahren erfüllt worden. Die strategische und operative Ausrichtung des Pharmakonzerns habe den Aktionären in den vergangenen Jahren denn auch eine ordentliche Rendite beschert, sagte Caforio weiter.
Kritik erntete Novartis auch für seinen starken Fokus auf den US-Markt und die anhaltenden Diskussionen über Medikamentenpreise. Hierzu betonte der VRP, dass der US-Markt für Novartis mit einem Umsatzanteil von etwa 40 Prozent der wohl wichtigste sei. Was die Medikamentenpreise betrifft, so sei es wichtig, dass diese Preise auch die Innovation und Investitionen reflektierten. Hier hätten die Schweiz und die EU auf jeden Fall Nachholbedarf.










