Nobelpreisträger Dubochet für Moratorium auf gewissen Technologien

    Keystone-SDA
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    Genève,

    Der Schweizer Nobelpreisträger Jacques Dubochet hat dazu aufgerufen, die «Kontrolle» über Technologien wie die Künstliche Intelligenz (KI) zu behalten. Der Wissenschaftler sprach sich am Montag an der UNO in Genf auch für Technologie-Moratorien aus.

    Jacques Dubochet warnt davor, die Kontrolle über Künstliche Intelligenz zu behalten.
    Jacques Dubochet warnt davor, die Kontrolle über Künstliche Intelligenz zu behalten. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Schweizer Nobelpreisträger Jacques Dubochet rief an einer Debatte zur Vorsicht mit den neuen Technologien auf.
    • «Wir müssen diese Entwicklungen unter Kontrolle behalten», sagte Dubochet.

    «Ich weiss nicht, ob die Computer ein Gewissen haben werden», sagte der Waadtländer Chemie-Nobelpreisträger anlässlich einer Debatte über die Möglichkeiten, wie Künstliche Intelligenz zur Verbesserung der Welt eingesetzt werden kann. «Wir müssen diese Entwicklungen unter Kontrolle behalten», sagte Dubochet an der Debatte, die von der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (CNUCED) organisiert wurde.

    Moratorien seien nicht gleichbedeutend damit, den Fortschritt aufzuhalten. Es gehe aber darum, zu überprüfen, ob gewisse Technologien gefährlich seien. Dazu sollen Forschende, Regierungen und die UNO zusammenarbeiten. Es liege nicht in der Verantwortung eines einzelnen Akteurs, über die Anwendung von neuen Technologien zu entscheiden.

    Jacques Dubochet
    Jacques Dubochet gewann 2017 den Nobelpreis in der Chemie. - Keystone

    Ab dem (morgigen) Dienstag bis Donnerstag findet in Genf die Konferenz «Künstliche Intelligenz für gute Zwecke» statt. Sie soll wirkungsvolle KI-Anwendungen ins Scheinwerferlicht rücken, die die Welt zum besseren verändern können, darunter etwa ein Programm, das den Grad von Unterernährung bei unter Fünfjährigen anhand von Fotos mithilfe computergesteuerter Gesichtserkennung ermitteln kann.

    «Künstliche Intelligenz bietet ungeahnte Möglichkeiten, Hunger und Armut auszuradieren und den Verfall der Natur aufzuhalten», sagte Chaesub Lee, Direktor für Standardisierung bei der Internationalen Fernmeldeunion (ITU), der Nachrichtenagentur dpa. Die ITU organisiert die Konferenz in Genf.

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