Nike besorgt über Folgen des Iran-Krieges
Nike sieht Risiken für sein Geschäft durch den Iran-Krieg. Finanzchef Matthew Friend verwies auf mögliche «ungeplante Schwankungen» durch steigende Ölpreise und andere Faktoren, die Folgen für Kosten oder das Verhalten der Verbraucher haben könnten.

Überraschend für viele Analysten stellte der Sportartikel-Riese Umsatzrückgänge sowohl im laufenden Quartal als auch im gesamten Geschäftsjahr in Aussicht. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um rund neun Prozent.
Für das laufende Quartal rechnet Nike mit einem Umsatzrückgang von zwei bis vier Prozent. Analysten waren dagegen im Schnitt von einem Plus von zwei Prozent ausgegangen. Ähnlich sieht es auch für das Gesamtjahr aus. Im vergangenen Quartal hatte der Sportartikel-Riese die Umsatz- und Gewinnerwartungen der Wall Street noch übertroffen.
Nike sucht den Weg aus einem Tief, in das sich das Unternehmen selbst manövriert hatte. Der Konzern setzte in den vergangenen Jahren auf Kosten des Einzelhandels sehr stark auf den Direktvertrieb. Vor allem im US-Markt konnten daher konkurrierende Marken Nike den Regalplatz in den Geschäften abnehmen – die Verkäufe litten darunter. Das Unternehmen bemüht sich nun um ein besseres Verhältnis zu seinen Einzelhandelspartnern.
Konzernchef Elliott Hill verordnete dem Adidas-Konkurrenten einen stärkeren Fokus auf Sportler, nachdem der Lifestyle-Anteil am Sortiment in den vergangenen Jahren gestiegen war. Hill räumte in einer Telefonkonferenz mit Analysten nun ein, dass der Umbau teilweise langsamer laufe als ihm lieb sei.
Die Zahlen des vergangenen Quartals fielen zugleich nicht gerade glänzend aus. So stagnierte der Umsatz bei knapp 11,3 Milliarden Dollar (9,8 Mrd Euro). Analysten hatten im Schnitt eher mit 11,24 Milliarden Dollar gerechnet. Im wichtigen Heimatmarkt USA gab es dabei ein Umsatzplus von drei Prozent auf gut fünf Milliarden Dollar. Unterm Strich fiel der Quartalsgewinn um 35 Prozent auf 520 Millionen Dollar.














