Iran-Krieg: Trump spricht von Ende in «zwei, bis drei Wochen»
Im Nahen Osten tobt der Krieg weiter. Nun spricht Trump erneut von einem baldigen Ende und sagt: «Es braucht keinen Deal mit Iran».

Das Wichtigste in Kürze
- Seit einem Monat tobt im Nahen Osten ein Krieg.
- Die USA haben einen Friedensplan vorgelegt, den Teheran gekontert hat.
- Im Ticker erfährst alles zu den neusten Entwicklungen rund um den Iran-Krieg.
In der fünften Woche des Kriegs setzen Israel und die USA ihre Angriffe im Iran fort, während Teheran mit Raketen auf Israel und Ziele in den Golfstaaten reagiert. Der Iran hält zudem die für den globalen Ölhandel zentrale Strasse von Hormus weiterhin faktisch geschlossen.
Die USA und der Iran stehen indirekt miteinander in Kontakt, doch eine Vereinbarung scheint in weiter Ferne. In der Nacht auf Mittwoch hat Donald Trump nun angekündigt, dass er trotzdem ein baldiges Ende für die US-Angriffe im Nahen Osten sehe.
Laut dem US-Präsidenten brauche es nämlich für einen Rückzug keinen Deal mit Teheran. Auch zur Strasse von Hormus äusserte er sich und meinte, dass diese nach dem Ende der US-Militäraktion Sache anderer Länder sein werde,
«Ich denke, es wird sehr sicher sein, aber wir haben damit nichts zu tun», sagte Trump im Weissen Haus.
Im Ticker von Nau.ch bleibst du zu den neusten Entwicklungen rund um den Iran-Krieg auf dem Laufenden.
Israel: Fabrik für Irans Chemiewaffen-Entwicklung attackiert
01.15: Israels Armee hat nach eigenen Angaben im Iran einen Hauptlieferanten für die mutmassliche Entwicklung von Chemiewaffen bombardiert.
Das Werk, das sich als ziviles Unternehmen ausgegeben habe, habe dem Machtapparat chemische Substanzen, darunter Fentanyl, für die Forschung und Entwicklung chemischer Waffen geliefert, behauptete die Armee in der Nacht.
Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Es ist nicht bekannt, ob der Iran zuletzt tatsächlich an der Entwicklung von Chemiewaffen für den militärischen Einsatz arbeitete.
Trump über Hormus: «Wir haben damit nichts zu tun»
01.01: Bei seiner Ansprache im Weissen Haus erwähnte Trump auch die Strasse von Hormus. Er bekräftigte, dass es nach dem Ende der US-Militäraktion Sache anderer Länder sein werde, Öltanker durch die Strasse von Hormus zu bekommen – als Beispiel nannte er etwa Frankreich.
«Ich denke, es wird sehr sicher sein, aber wir haben damit nichts zu tun», sagte Trump. Chinesische Tanker etwa würden die Meerenge passieren und aufgefüllt werden und sich um sich selbst kümmern. «Wir haben keinen Grund, das zu tun.»
Trump: Wiederaufbau des Irans wird 15 bis 20 Jahre dauern
01.00: In seiner Ansprache im Weissen Haus, sprach Trump auch über die Zukunft des Iran und sagte, dass der Wiederaufbau nach den intensiven US-israelischen Angriffen «15 bis 20 Jahre» dauern würde.
«Wir wollen alles zerstören, was sie haben», sagte er zu Reportern. «Wir haben sie zurückgeworfen. Es wird 15 bis 20 Jahre dauern, bis sie das wieder aufgebaut haben, was wir ihnen angetan haben.»

Trump behauptete, dass der Iran keine Marine, kein Heer, keine Luftwaffe, keine Telekommunikation, keine Flugabwehrsysteme und auch «keine Anführer» mehr habe.
„Wenn sie an den Verhandlungstisch kommen, wäre das gut. Aber es spielt keine Rolle, ob sie an den Verhandlungstisch kommen oder nicht“, fügte Trump hinzu.
Trump erwartet Ende der Angriffe im Iran in wenigen Wochen
00.45: Die USA werden ihre Angriffe im Iran nach Angaben von US-Präsident Donald Trump in zwei bis drei Wochen beendet haben.
Nach seinem Interview mit «NBC» spricht Donald Trump nun noch im Weissen Haus über den Iran-Krieg. Dabei meinte er, dass die USA ihre Angriffe in zwei bis drei Wochen beendet haben werden.

Er denke, sein Land werde noch «vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger» brauchen, sagte der US-Präsident bei seiner Ansprache. Er betonte weiter, dass es keinen Deal mit dem Iran brauche, um die US-Angriffe auf Teheran zu beenden.
Ausserdem sagte Trump, das Ziel seiner Militäroperation gegen den Iran sei, dass sie «keine Atomwaffe» entwickeln könnten. «Dieses Ziel wurde erreicht. Sie besitzen keine Atomwaffen.» Ein Regimewechsel sei nicht das Ziel, so der US-Präsident.
Trump spricht von baldigem Kriegsende
23.30: In einem Interview mit «NBC» hat Trump gesagt, der Krieg im Iran komme «einem Ende» nahe. Der US-Präsident behauptete ausserdem, dass die USA «sehr gut dastehe» und dass er erwarte, dass die Kämpfe bald beendet würden. Ein Datum nannte er jedoch nicht.
Iran zögert bei Gesprächen mit den USA über Kriegsende
23.15: Der Iran hat laut Aussenminister Abbas Araghtschi noch keine Entscheidung über Verhandlungen mit den USA getroffen. Araghtschi sagte dem arabischen Sender Al Jazeera, sein Land habe Vorbehalte. «Wir haben keinerlei Vertrauen, dass Verhandlungen mit den USA zu Ergebnissen führen werden. Das Vertrauen liegt bei null», sagte der Chefdiplomat.
Ausserdem werde der Iran nur eine vollständige Einstellung der Feindseligkeiten in der Region akzeptieren, jedoch keine allein auf sein Land beschränkte Waffenruhe. Damit meint Araghtschi auch die Angriffe auf mit dem Iran verbündete Gruppen wie die libanesische Hisbollah.

Der Aussenminister äusserte sich auch erstmals zur Kommunikation mit der US-Regierung. Demnach steht er im Kontakt mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff. Nachrichten würden über das iranische Aussenministerium übermittelt oder dort empfangen.
Laut Araghtschi hat die Führung in Teheran weder auf die 15 amerikanischen Vorschläge geantwortet noch eigene Vorschläge oder Bedingungen formuliert.
Länder im UN-Sicherheitsrat verurteilen Tod von UN-Soldaten
22.01: Mehrere Mitgliedsländer des UN-Sicherheitsrats haben die tödlichen Zwischenfälle mit Blauhelmsoldaten im Libanon verurteilt. Unter anderem Frankreich, Grossbritannien, China und Russland missbilligten während einer Sitzung in New York die Vorfälle, bei denen drei indonesische UN-Soldaten durch Explosionen getötet worden waren.
Die Vereinten Nationen haben Ermittlungen aufgenommen, um die Hintergründe zu den Explosionen herauszufinden.
















