N26 Online-Bank: Finanzaufsicht greift hart durch

    Maike Lindberg
    Maike Lindberg

    Deutschland,

    Die deutsche Finanzaufsicht BaFin schreitet bei Online-Bank N26 wegen schwerer Mängel ein und ordnet umfassende Auflagen und Beschränkungen an.

    n26
    Die Online-Bank N26 wurde von der deutschen Finanzaufsicht mit Massnahmen belegt nachem erhebliche Mängel aufgedeckt wurden. - keystone

    Die deutsche Finanzaufsicht BaFin greift bei der Berliner Online-Bank N26 wegen erheblicher Defizite im Risiko- und Beschwerdemanagement durch. Zudem wurde die Organisation des Kreditgeschäfts bemängelt und zur Umsetzung strenger Massnahmen verpflichtet, schreibt «Krone.at».

    Die N26 Bank SE müsse angemessene und wirksame Massnahmen ergreifen, um eine ordnungsgemässe Geschäftsorganisation herzustellen, teilte die Behörde mit. Die Aufsicht ordnete zudem die Einsetzung eines Sonderbeauftragten an.

    Dieser soll die Einhaltung der Auflagen überprüfen und hat zusätzliche Eigenmittelanforderungen festlegen, meldet die «Frankfuter Rundschau».

    N26 Online-Bank: Massnahmen und Beschränkungen

    BaFin untersagte der Neobank zudem, in den Niederlanden neues Hypothekengeschäft zu betreiben und verbot die Verbriefung entsprechender Forderungen. Diese Beschraenkung wurde als Teil der Massnahmen zur Stärkung der Governance und des Risikomanagements erlassen, berichtet «Onvista».

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    Die neuerlichen Eingriffe folgen auf eine Sonderprüfung im Jahr 2024 und die Jahresabschlussprüfung, die erhebliche organisatorische Schwächen bei N26 aufdeckten. Als Folge der kritischen Prüfungsergebnisse wurde das Management des Unternehmens bereits angepasst, schreibt die «Lippische Landeszeitung» weiter.

    Regulatorische Vorgeschichte

    26 steht nicht zum ersten Mal im Fokus der Aufsicht. Bereits frühere BaFin-Massnahmen bezogen sich auf mangelhafte Geldwäscheprävention. Bereits im Jahr 2021 und 2024 wurde das Institut wegen verspäteter Verdachtsmeldungen mehrfach mit hohen Geldbussen belegt.

    n26
    N26 hat rund 4,8 Millionen Kunden in 24 europäischen Ländern und gehört zu den führenden Neo-Banken Europas. - keystone

    Auch damals wurde ein Sonderbeauftragter eingesetzt, um die Umsetzung der erforderlichen Kontrollen zu überwachen, schreibt die «Neue Westfälische».

    Experten beziffern die aktive Kundenbasis von N26 auf rund 4,8 Millionen in 24 europäischen Ländern. Diese Zahl gibt ein Bild der Grösse des Instituts, das trotz fortdauernder Aufsichtsprobleme eine bedeutende Rolle im digitalen Bankensektor spielt.

    Kommentare

    User #5927 (nicht angemeldet)

    Überreguliert wie alles in Europa. Hat keine Zukunft mehr.

    User #4376 (nicht angemeldet)

    die Organisation wird bemängelt, von irgendeinem Amt mit leuten die noch nie richtig gearbeitet haben.... klar liebe Beamten, werdet doch selber unternehmer und nachts besser. Eure kollegen werden es aber nicht zulassen...

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