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Hormus-Blockade kostet Hapag-Lloyd 60 Millionen Dollar pro Woche

Riccardo Schmidlin
Riccardo Schmidlin

Iran,

Die Blockade der Strasse von Hormus kostet Hapag-Lloyd rund 60 Millionen Dollar pro Woche. Nach dem Waffenstillstand bleibt die deutsche Reederei vorsichtig.

Hapag-Lloyd
Die deutsche Reederei Hapag-Lloyd kostet die Hormus-Blockade Millionen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Hapag-Lloyd verliert 60 Millionen Dollar pro Woche durch die Hormus-Blockade.
  • Die deutsche Reederei bleibt skeptisch trotz des Waffenstillstands in der Region.
  • Der Iran verlangt nun eine Maut und warnt vor Minen in der Strasse von Hormus.

Seit Beginn des Kriegs Israels und der USA gegen den Iran hat die iranische Marine die Strasse von Hormus blockiert. Auch seit Beginn der zweiwöchigen Waffenruhe in der Nacht auf Mittwoch haben erst einzelne Schiffe die Meerenge passiert.

Berichten zufolge verlangt der Iran von Reedereien eine Maut, um die Strasse von Hormus benutzen zu dürfen. Weiter warnt das Regime der Islamischen Republik vor Minen auf der 55 Kilometer breiten Meerenge.

Hapag-Lloyd: «Sind skeptisch»

Die deutsche Reederei Hapag-Lloyd bleibt nach dem Waffenstillstand in der Strasse von Hormus vorsichtig.

Es gebe derzeit keine verlässlichen Informationen über eine Öffnung der Meerenge. Das sagt Sprecher Nils Haupt in einem Video-Interview mit der «Bild»-Zeitung.

«Wir sind erst einmal froh, dass es diesen Waffenstillstand gibt. Aber wir sind auch skeptisch, wie das Ganze jetzt laufen wird», sagt er.

Und weiter: «Bis zu einer Normalisierung des gesamten Schiffverkehrs wird es Wochen bis Monate dauern.»

Für das Unternehmen stehe nicht die Geschwindigkeit, sondern die Sicherheit von Schiffen und Besatzungen im Vordergrund.

Zwar habe es bislang keine direkten Angriffe auf Containerschiffe gegeben, die Lage im Golf bleibe jedoch Fragil.

Zehntausende Container zwischengelagert

Die Blockade hat Hapag-Lloyd laut eigenen Angaben rund 60 Millionen Dollar pro Woche gekostet. Das sind umgerechnet rund 47,47 Millionen Franken.

Haupttreiber seien deutlich höhere Treibstoffpreise, steigende Versicherungskosten sowie die Zwischenlagerung von Containern gewesen. Demnach seien rund 50’000 bis 60’000 Container im Oman sowie in Indien und Pakistan zwischengelagert worden.

hormus
Die Strasse von Hormus (rot markiert) ist das wichtigste Nadelöhr für den Ölexport nach Asien (China, Indien, Japan), Westeuropa und in die USA. - OpenStreetMap

Mehrere Schiffe der Reederei befinden sich weiterhin in der Region. Eine reguläre Durchfahrt durch die Strasse von Hormus soll erst bei klar verbesserter Sicherheitslage wieder aufgenommen werden.

Über die Strasse von Hormus laufen zu Normalzeiten rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels.

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Kommentare

User #1774 (nicht angemeldet)

Wird es I’m Iran bald wieder so richtig chlööpfen?

User #3361 (nicht angemeldet)

Die Chinesen hätten in 2 Monaten einen Umfahrungskanal für die Schiffe gebaut...

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