Stadt Zürich

Gesundheitsdirektion rügt «Fehleinschätzung» des USZ-Spitalrats

Keystone-SDA
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Zürich,

Die Zürcher Gesundheitsdirektion bezeichnet die jahrelangen Missstände in der Herzchirurgie des Universitätsspitals Zürich als «schwerwiegend». Entgegen den damaligen Aussagen des Spitalrates sei die Patientensicherheit nicht jederzeit gewährleistet gewesen.

Unispital Zürich
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Dies widerspreche den Informationen, welche die Gesundheitsdirektion im Frühjahr 2020 wiederholt vom Spitalrat erhalten habe, schreibt die Gesundheitsdirektion in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme. «Wie sich nun herausstellt, war das eine schwerwiegende Fehleinschätzung des Spitalrates, der als oberstes Führungsorgan für die direkte Aufsicht der Spitaldirektion und für den Spitalbetrieb abschliessend verantwortlich ist», heisst es weiter.

«Die festgestellten Vorkommnisse sind schwerwiegend», schreibt die Gesundheitsdirektion weiter. Sie begrüsst, dass mit den eingereichten Strafanzeigen und der Übermittlung des Berichts an die Staatsanwaltschaft die Vorkommnisse umfassend strafrechtlich beurteilt werden.

Die Gesundheitsdirektion begrüsst die Rücktritte der drei bereits damals dem Gremium angehörenden Mitgliedern des Spitalrates und sieht darin einen notwendigen Schritt zur Wiederherstellung des Vertrauens in das USZ.

Heute sei die Herzklinik wieder gut aufgestellt, heisst es weiter. Seither seien auch umfassende Verbesserungen umgesetzt worden, insbesondere in der Governance, in der Qualitätssicherung und im Risikomanagement. Zudem seien wesentliche Veränderungen in der personelle Besetzung des Spitalrats, der Spitaldirektion und der Klinikleitung vorgenommen worden.

Als Folge der Vorkommnisse passte die Regierung die Verordnung über die Gesundheitsdirektion an. Sie kann künftig in ausserordentlichen Situationen den Spitalrat beauftragen, eine Administrativuntersuchung im Spital anzuordnen oder selber eine gegenüber dem Spitalrat durchzuführen.

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