Migros und Denner verlieren Marktanteile – Galaxus boomt weiter
Der Migros-Konzern verliert in seinem Kerngeschäft Marktanteile an die Konkurrenz: Die Migros-Läden und Denner sind im vergangenen Jahr nur schwach gewachsen, während der Gesamtmarkt deutlich zulegte. Anders sieht es beim Onlinehändler Galaxus und dem Gesundheitsanbieter Medbase aus.

Die Migros-Einheiten seien im vergangenen Jahr kaum vom Fleck gekommen, gestand Konzernchef Mario Irminger am Dienstag vor den Medien in Zürich ein. Sie hätten lediglich ein leichtes Plus von 0,1 Prozent geschafft. Gleichzeitig habe der Gesamtmarkt um 1,9 Prozent zugelegt.
Die Migros hatte im vergangenen Jahr die Preise in ihren Läden bei einer Reihe von Artikeln deutlich gesenkt, um wieder mit den Konkurrenten mithalten zu können. Dafür investiert der Detailhändler 500 Millionen Franken. Wegen der gestaffelten Einführung der Tiefpreise ist erst etwa die Hälfte dieses Effekts im Ergebnis 2025 enthalten, wie es weiter hiess. Die andere Hälfte fallen nochmals 250 Millionen an Investitionen an.
Denner schaffte nur ein mageres Wachstum von 0,9 Prozent ohne Raucherwaren. Damit blieb der Discounter ebenfalls klar hinter dem Gesamtmarkt (+1,9 Prozent) zurück. Die Schwäche bei den Migros-Läden und Denner seien auf die Preissenkungen und die Schliessungen von Läden für Renovationen zurückzuführen, sagte Finanzchefin Isabelle Zimmermann am Rande im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP.
«Wenn man so investiert, verliert man naturgemäss Marktanteile», sagte Irminger. Der Umbau und die Neueröffnung von Läden würden Zeit brauchen. Ab 2028 wolle die Migros wieder Marktanteile gewinnen.
Dagegen blieb der Onlinehändler Digitec Galaxus die «Rakete» beim «orangen Riesen» mit einem Wachstum von 17 Prozent. Der gesamte Onlinemarkt wies nur ein hauchdünnes Plus von 0,4 Prozent aus.
Beim Gesundheitsanbieter Medbase legte das Geschäft im vergangenen Jahr um 6 Prozent zu. Das war deutlich stärker als der Gesamtmarkt (+3,9 Prozent).










