Migros-Chef rechnet mit weiteren Abschreibern im 2026
Der grösste Konzernumbau in der hundertjährigen Geschichte der Migros verursacht auch im laufenden Jahr noch weitere Kosten.

Allerdings fallen die Abschreiber nicht mehr so gross aus wie in den vergangenen beiden Geschäftsjahren. Der wesentliche Konzernumbau sei mit der Ankündigung des Verkaufs des deutschen Detailhändlers Tegut abgeschlossen, sagte Migros-Chef Mario Irminger am Dienstag am Rande der Bilanzmedienkonferenz im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP.
Die Migros will den grössten Teil von Tegut an den Konkurrenten Edeka verkaufen. Zudem laufen Verhandlungen unter anderem mit Rewe für eine Übernahme von Tegut-Läden.
Die deutsche Supermarktkette reisst seit Jahren mit ihren Verlusten happige Löcher in die Migros-Kasse. Im vergangen Jahr gelang es dank Sparmassnahmen immerhin, den Verlust auf 26 Millionen Franken zu senken von 55 Millionen im Vorjahr.
Für den geplanten Ausstieg hat die Migros im vergangenen Jahr einen Abschreiber von 200 Millionen Franken verbucht. Im laufenden Jahr dürfte nochmals ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag anfallen, sagte Irminger.
Allerdings ist der Verkauf noch nicht in trockenen Tüchern. Dass es Abklärungen der deutschen Wettbewerbsbehörden geben würde, sei der Migros bewusst gewesen, sagte Irminger: «Das kann bei einzelnen Standorten dazu führen, dass sie nicht an den Käufer gehen können, den wir geplant haben. Aber in der Summe sind wir der Meinung, dass der Deal so durchgeführt werden kann, wie wir ihn strukturiert haben.»
Die Prüfungen der Behörden würden ihre Zeit brauchen. " Das wird Herbst werden, bis wir den Deal finalisieren können«, sagte Irminger.










