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    Microsoft will bis 2030 CO2-negativ werden

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    USA,

    Seit 2012 ist Microsoft CO2-neutral. Bis 2030 will der US-amerikanische Technologiekonzern sogar «CO2-negativ» werden.

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    CO2-neutral ist Microsoft seit 2012 – jetzt will das Unternehmen CO2-negativ werden (Archivbild). - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bis 2030 will Microsoft mehr CO2 aus der Atmosphäre tilgen als selber ausstossen.
    • Damit sollen bis 2050 alle Emissionen, die der Konzern verursacht hat, ausgeglichen sein.
    • «Neutral ist nicht genug, um den Erfordernissen der Welt zu begegnen», erklärte Microsoft.

    Der US-Technologieriese Microsoft will im Kampf gegen den Klimawandel seine Treibhausgasmissionen extrem reduzieren: Bis zum Jahr 2030 will der Konzern nicht nur «CO2-neutral» werden, sondern sogar mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre tilgen, als er selbst ausstösst.

    «Neutral ist nicht genug»

    Diese «CO2-Negativität» soll dazu führen, dass bis 2050 alle Emissionen ausgeglichen sind, die der Windows-Anbieter seit seiner Gründung 1975 verursacht hat. Das gab das Unternehmen gestern Donnerstag bekannt.

    «Neutral ist nicht genug, um den Erfordernissen der Welt zu begegnen», erklärte Microsoft. CO2-neutral ist das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits seit 2012.

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    Microsoft ist bereits seit 2012 CO2-neutral. - dpa

    «Der wissenschaftliche Konsens ist eindeutig», sagte Konzernchef Satya Nadella. «Die Welt ist mit einer akuten Kohlenstoff-Krise konfrontiert.» Wenn die Emissionen nicht reduziert würden und die Temperaturen weiter anstiegen, werde dies nach Einschätzung der Wissenschaft «verheerende» Folgen haben.

    Microsoft will Beispiel für Regierungen sein

    Künftig will Microsoft unter anderem eine Milliarde Dollar in den kommenden vier Jahren in einen Innovationsfonds stecken, der die Entwicklung von Technologien zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid erforschen soll, sogenannten Carbon-Capture-Methoden.

    Zwar sei dies nur ein «Bruchteil» dessen, was insgesamt erforderlich sei, sagte Microsoft-Finanzchefin Amy Hood. Sie hoffe jedoch darauf, «dass wir damit ein Beispiel sowohl für Regierungen als auch andere Unternehmen setzen, langfristig mit uns zusammen zu investieren, um das Problem zu lösen».

    Geplant ist auch, die Energieversorgung für alle Rechenzentren und Gebäude des Konzerns bis zum Jahr 2025 vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen.

    CO2-Preisschild auch für Verbraucher?

    Ausserdem will Microsoft künftig jährliche Berichte über seine CO2-Emissionen veröffentlichen. Intern vergibt Microsoft nach eigenen Angaben bereits eine Art CO2-Preisschild, das die Klimaauswirkungen von Produkten und Dienstleistungen mit in Rechnung stellt.

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    Bis 2030 will Microsoft CO2-negativ werden. - Twitter/@MSFT_BusinessDE

    Microsoft-Manager Brad Smith könnte sich vorstellen, dass dies künftig auch gegenüber den Verbrauchern angegeben wird und damit deren Kaufentscheidungen mitbeeinflusst. Dies wiederum könne enorme Anreize für Unternehmen schaffen.

    «Den Planeten zu erhalten, ist der ultimative Moonshot», sagte Smith in begrifflicher Anlehnung an den bei US-Technologiekonzernen immer wieder verwendeten Vergleich innovativer Grossprojekte mit der Mondladung. «Kein Individuum, keine Firma und kein Land kann das alleine lösen», fügte er hinzu. Microsoft wolle seinen Beitrag leisten.

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