Michael Burry sieht Risiken im KI-Boom

    Melsada Zec-Zejnic
    Melsada Zec-Zejnic

    USA,

    Michael Burry wettet gegen KI-Aktien und warnt vor einem Crash. Seine Long-Position bei DraftKings gerät nun deutlich unter Druck.

    michael burry
    Michael Burry hält trotz neuer Rekordstände an seinen pessimistischen Börsenwetten fest. - Youtube/@Fin Tek

    Michael Burry hält trotz des Rekordhochs des S&P 500 an seinen pessimistischen Börsenwetten fest, berichtet «CNBC». Der Investor warnt vor einem möglichen Kursrückgang nach dem Vorbild des Börsencrashs von 1987.

    «Ich glaube weiterhin, dass wir uns möglicherweise nahe einem bedeutenden Top befinden», schrieb Burry in einem Beitrag auf Substack. Zugleich könnten neue Höchststände des S&P 500 nach seiner Einschätzung zusätzliches Geld an die Börse locken.

    Michael Burry wurde durch seine Wette gegen den US-Immobilienmarkt vor der Finanzkrise 2008 bekannt. Seine damalige Strategie wurde später im Film «The Big Short» dargestellt, berichtet «Finanzen100».

    Michael Burry setzt auf fallende Kurse

    Der Investor setzt weiterhin auf fallende Kurse bei Nvidia, Micron und Palantir, berichtet «CNBC». Zusätzlich hält er Short-Positionen gegen Tesla, Caterpillar und Applied Materials.

    Michael Burry
    Christian Bale als Michael Burry in dem Film «The Big Short». Der Investor wurde durch seine Wette gegen den US-Immobilienmarkt vor der Finanzkrise 2008 bekannt. - keystone

    Auch der iShares Semiconductor ETF gehört zu seinen bearishen Wetten. Nach Angaben von «CNBC» liegt derzeit lediglich seine Short-Position gegen Nvidia im Minus.

    Michael Burry begründet seine Haltung mit hohen Bewertungen und strukturellen Risiken des KI-Booms. Er warnt unter anderem vor einem übermässigen Ausbau von Rechenzentren und Chipkapazitäten, der sich langfristig als nicht nachhaltig erweisen könnte.

    KI-Investitionen bleiben für Burry riskant

    «Finanzen100» berichtet, Burry sehe zudem Risiken bei Private-Equity-finanzierten Investitionen mit KI-Bezug. Ein Einbruch der Finanzierung für Rechenzentren und KI-Infrastruktur könnte nach seiner Einschätzung eine wirtschaftliche Ansteckungswirkung auslösen.

    Glaubst du, dass Michael Burry mit seiner Einschätzung recht behält?

    Neben seinen Short-Wetten hält Burry auch Long-Positionen. Zu seinen jüngsten Käufen gehören die Sportwettenanbieter Flutter Entertainment und DraftKings, berichtet «Yahoo Finance».

    Bei DraftKings setzt Burry auf eine Erholung des Unternehmens. Nach eigenen Angaben stockte er seine Beteiligung zu Kursen im unteren Bereich von 26 US-Dollar auf.

    DraftKings enttäuscht mit Quartalszahlen

    DraftKings meldete im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang um fünf Prozent auf 1,44 Milliarden US-Dollar, berichtet das «Wall Street Journal». Als Gründe nannte das Unternehmen kundenfreundliche Sportergebnisse und höhere Werbeausgaben zur Kundengewinnung.

    Michael Burry
    Michael Burry sieht den Aktienmarkt möglicherweise nahe einem bedeutenden Hochpunkt. - sda

    Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei neun Cent statt der erwarteten 17 Cent. Der Nettoverlust belief sich auf 67,6 Millionen US-Dollar, nach einem Gewinn von 157,9 Millionen im Vorjahresquartal.

    DraftKings bestätigte dennoch seine Jahresprognose von 6,5 bis 6,9 Milliarden US-Dollar Umsatz. Auch die Prognose für das bereinigte EBITDA von 700 bis 900 Millionen US-Dollar blieb unverändert.

    Kommentare

    User #2583 (nicht angemeldet)

    Diese Risiken sieht jeder von uns ebenso, das sieht jeder mit gesundem Menschenverstand, dass das KI-Ding bald explodieren wird.....

    User #4638 (nicht angemeldet)

    Burry lag ein einziges Mal richtig, damals. Er macht negative Stimmung weil er short ist und das ist eigentlich Marktmanipulation. KI wird weiter gehen, wir stehen erst am Anfang.

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