Michael Burry sieht Risiken im KI-Boom
Michael Burry wettet gegen KI-Aktien und warnt vor einem Crash. Seine Long-Position bei DraftKings gerät nun deutlich unter Druck.

Michael Burry hält trotz des Rekordhochs des S&P 500 an seinen pessimistischen Börsenwetten fest, berichtet «CNBC». Der Investor warnt vor einem möglichen Kursrückgang nach dem Vorbild des Börsencrashs von 1987.
«Ich glaube weiterhin, dass wir uns möglicherweise nahe einem bedeutenden Top befinden», schrieb Burry in einem Beitrag auf Substack. Zugleich könnten neue Höchststände des S&P 500 nach seiner Einschätzung zusätzliches Geld an die Börse locken.
Michael Burry wurde durch seine Wette gegen den US-Immobilienmarkt vor der Finanzkrise 2008 bekannt. Seine damalige Strategie wurde später im Film «The Big Short» dargestellt, berichtet «Finanzen100».
Michael Burry setzt auf fallende Kurse
Der Investor setzt weiterhin auf fallende Kurse bei Nvidia, Micron und Palantir, berichtet «CNBC». Zusätzlich hält er Short-Positionen gegen Tesla, Caterpillar und Applied Materials.

Auch der iShares Semiconductor ETF gehört zu seinen bearishen Wetten. Nach Angaben von «CNBC» liegt derzeit lediglich seine Short-Position gegen Nvidia im Minus.
Michael Burry begründet seine Haltung mit hohen Bewertungen und strukturellen Risiken des KI-Booms. Er warnt unter anderem vor einem übermässigen Ausbau von Rechenzentren und Chipkapazitäten, der sich langfristig als nicht nachhaltig erweisen könnte.
KI-Investitionen bleiben für Burry riskant
«Finanzen100» berichtet, Burry sehe zudem Risiken bei Private-Equity-finanzierten Investitionen mit KI-Bezug. Ein Einbruch der Finanzierung für Rechenzentren und KI-Infrastruktur könnte nach seiner Einschätzung eine wirtschaftliche Ansteckungswirkung auslösen.
Neben seinen Short-Wetten hält Burry auch Long-Positionen. Zu seinen jüngsten Käufen gehören die Sportwettenanbieter Flutter Entertainment und DraftKings, berichtet «Yahoo Finance».
Bei DraftKings setzt Burry auf eine Erholung des Unternehmens. Nach eigenen Angaben stockte er seine Beteiligung zu Kursen im unteren Bereich von 26 US-Dollar auf.
DraftKings enttäuscht mit Quartalszahlen
DraftKings meldete im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang um fünf Prozent auf 1,44 Milliarden US-Dollar, berichtet das «Wall Street Journal». Als Gründe nannte das Unternehmen kundenfreundliche Sportergebnisse und höhere Werbeausgaben zur Kundengewinnung.

Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei neun Cent statt der erwarteten 17 Cent. Der Nettoverlust belief sich auf 67,6 Millionen US-Dollar, nach einem Gewinn von 157,9 Millionen im Vorjahresquartal.
DraftKings bestätigte dennoch seine Jahresprognose von 6,5 bis 6,9 Milliarden US-Dollar Umsatz. Auch die Prognose für das bereinigte EBITDA von 700 bis 900 Millionen US-Dollar blieb unverändert.












