Der US-Pharmakonzern Merck & Co verstärkt sich im Geschäft mit Medikamenten gegen seltene Krankheiten. Dafür will Merck den Arzneimittelhersteller Acceleron für rund 11,5 Milliarden Dollar übernehmen.
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Das Logo des US-Pharmakonzerns Merck & Co. - Keystone

Der US-Pharmakonzern Merck & Co verstärkt sich im Geschäft mit Medikamenten gegen seltene Krankheiten. Dafür will Merck den Arzneimittelhersteller Acceleron für rund 11,5 Milliarden Dollar übernehmen.

Je Acceleron-Aktie legt Merck & Co 180 Dollar auf den Tisch, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Merck & Co sichert sich damit den Zugriff auf ein vielversprechendes neuartiges Medikament gegen Lungenhochdruck (PAH), das sich in der letzten Phase der klinischen Entwicklung befindet. Der Abschluss des Deals wird für das vierte Quartal erwartet.

Der Markt für Medikamente gegen seltene Erkrankungen ist für die Pharmabranche sehr lukrativ, da da sie für diese Arzneien hohe Preise ansetzen kann. Das Datenunternehmen GlobalData geht davon aus, dass der PAH-Markt von 2019 bis 2029 in den sieben wichtigsten Märkten um voraussichtlich durchschnittlich fünf Prozent pro Jahr wachsen wird.

2017 hatte sich der US-Rivale Johnson & Johnson bereits in diesem Bereich verstärkt und die auf dieses Feld spezialisierte Allschwiler Biotechfirma Actelion für 30 Milliarden Dollar übernommen. Auch Merck entwickelt ein PAH-Mittel, dass sich gegenwärtig in der zweiten Phase der klinischen Erprobung befindet.

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