Mainzer Weinbauminister Wissing ermöglicht Weinbaubetrieben Säuerung

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Deutschland,

Nach mehreren Hitzewellen in den vergangenen Sommermonaten dürfen die Weinbautriebe in Rheinland-Pfalz den dabei abgesunkenen Säuregehalt in Trauben oder Most ausgleichen.

Weintrauben
Weintrauben - dpa/dpa/picture-alliance/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Hitzewellen führten zu starkem Abbau von Apfel- und Gesamtsäure.

Weinbauminister Volker Wissing (FDP) kündigte am Dienstag in Mainz die Zulassung der Säuerung von Trauben, Most, teilweise gegorenem Traubenmost, Jungwein und Wein des Jahrgangs 2019 in dem Bundesland an. Eine entsprechende Allgemeinverfügung werde am 9. September im Staatsanzeiger veröffentlicht, erklärte der Landesminister.

«Unsere Weinbaubetriebe erhalten mit dieser zeitnahen Entscheidung zum Beginn der Lese Rechtssicherheit», betonte Wissing. In den nördlichen Anbaugebieten Europas ist dem Mainzer Ministerium zufolge die Säuerung normalerweise nicht erlaubt. Nur bei Vorliegen aussergewöhnlicher Witterungsbedingungen können die Länder die Säuerung zulassen.

Den Angaben zufolge sorgte die jüngste Hitzewelle Ende August in Rheinland-Pfalz binnen einer Woche für enorme Mostgewichtszunahmen und gleichzeitig für einen starken Abbau der Apfelsäure und damit der Gesamtsäure. Von der nun geplanten Regelung ausgenommen sind Erzeugnisse, die für die Gewinnung von Prädikatswein mit dem Prädikat Eiswein vorgesehen sind - Eiswein zeichnet sich typischerweise durch einen ausgeprägten natürlichen Säuregehalt aus.

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