Lufthansa fliegt im ersten Halbjahr in die Verlustzone
Die Lufthansa-Gruppe ist im ersten Halbjahr 2026 in den roten Zahlen gelandet. Die hohen Treibstoffpreise nach dem Ausbruch des Iran-Kriegs und die Streiks beim Personal schlugen voll auf die Rechnung durch.

Operativ flog die Flugverkehrskonzern von Januar bis Ende Juni einen bereinigten Betriebsverlust (EBIT) von 229 Millionen Euro ein, wie der Swiss-Mutterkonzern am Dienstag bekannt gab. Im Vorjahr hatte die Lufthansa-Gruppe noch einen bereinigten Betriebsgewinn von 149 Millionen Euro eingeflogen.
Unter dem Strich erlitt das Unternehmen einen Reinverlust von 542 Millionen Euro nach einem Überschuss von 127 Millionen ein Jahr zuvor. Damit schnitt die Lufthansa noch schlechter ab als von Analysten im Schnitt erwartet. An der Börse brach die Aktie zu Handelsbeginn um 7 Prozent ein.
Die Kosten sind markant gestiegen. So kletterten Ausgaben für Treibstoff um 27 Prozent. Ohne die Preisabsicherung, bei der die Lufthansa einen Grossteil des Kerosin mehrere Monate im Voraus zu Fixpreisen kauft, wäre die Tankrechnung noch wesentlich höher ausgefallen. Einen Teil des Anstiegs konnte der Konzern durch Währungseffekte und einen niedrigeren Treibstoffverbrauch auffangen.
Auch die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden teurer. Dies kam insbesondere die Lufthansa Technik zu spüren.
Hinzu kamen mehrere Streiks der Piloten und des Kabinenpersonals. Die Streiks führten tagelang zu erheblichen Einschränkungen im Flugbetrieb. Zudem legte der Konzern den verlustreichen Billigflieger Lufthansa Cityline still.
Im Konzernverbund ist die Swiss die einzige Airline, die Gewinn einfliegt. Die übrigen Fluggesellschaften wie die Lufthansa, Austrian Airline, Brussels Airlines haben ihren bereinigten Betriebsverlust deutlich vergrössert.










