Lohnerhöhungen werden zunehmend an Leistung geknüpft
Wer am Arbeitsplatz gute Leistungen zeigt, hat in der Schweiz eine höhere Chance auf eine deutlich bessere Lohnerhöhung. Eine Befragung zeigt den Trend.

Das Wichtigste in Kürze
- «Top-Performer» erhalten am Arbeitsplatz heuer fast doppelt so hohe Lohnerhöhungen als durchschnittlich gute Angestellte.
- 97 Prozent der befragten Schweizer Firmen setzen auf individuelle Lohnerhöhungen anhand von Leistungsfaktoren.
- Zwischen Funktionsstufen sind die Unterschiede geringer.
Die Löhne der Schweizer Arbeitnehmenden werden immer öfter an Leistungsbewertungen geknüpft.
So erhalten in diesem Jahr «Top-Performer» fast doppelt so hohe Lohnerhöhungen als Angestellte mit durchschnittlicher Leistung. Dies geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten «Salary Budget Planning Report» von WTW hervor.
So erhöhten die befragten Firmen 2026 im Durchschnitt die Löhne um 2,4 Prozent. Und 97 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen setzen dabei auf individuelle Lohnerhöhungen anhand von Leistungsfaktoren.
Funktionsstufen sorgen für geringere Unterschiede
Die sogenannten «Top-Performer» erhalten dabei mit rund 3,9 Prozent mehr fast doppelt so viel wie Mitarbeitende mit durchschnittlicher Leistung.
Diese kommen auf eine Lohnerhöhung von rund 2,0 Prozent. Arbeitnehmende mit unterdurchschnittlicher Leistung erhalten gemäss der Umfrage im Schnitt lediglich 0,8 Prozent mehr.

Geringere Unterschiede soll es derweil zwischen den Funktionsstufen geben. «Führungskräfte erhalten nicht automatisch höhere prozentuale Anpassungen», heisst es dazu.
Vielmehr bewege sich die durchschnittliche Lohnerhöhung aller untersuchten Mitarbeitergruppen in einem engen Korridor. Dieser beträgt zwischen 2,0 Prozent für die unteren Stufen und 2,3 Prozent für die Teppichetagen.
Ein etwas anderes Bild ergibt sich für den IT-Sektor: Dort seien es nur noch Top-Spezialisten, die auf einen substanziellen Salärzuwachs hoffen dürfen. Das teilte der Verband swissICT ebenfalls am Mittwoch mit.
«Post-Corona-Boom» vorbei
Laut dem Verband für den ICT-Werkplatz Schweiz dürfte das Lohnjahr 2026 in der Branche schwach ausfallen: «Nach Jahren des spürbaren Wachstums überrascht die Entwicklung mit einem Trendbruch», heisst es dazu. Der «Post-Corona-Boom» sei vorbei und das Thema KI verändere den Sektor «wesentlich».
Der Gesamtmedian der Saläre im IT-Bereich dürfte demnach 2026 nur noch um 0,2 Prozent wachsen. Wo früher «breites Wachstum» herrschte, zähle heute vor allem noch Kompetenz und Spezialisierung, heisst es dazu.








